ADAC Motorboot Masters - Riabko schnappt Szymura die Führung weg

Edgaras Riabko siegt in Lorch am Rhein

TItelverteidiger Edgaras Riabko gewinnt am Rhein. Mike Szymura ist damit seine Führung in der Meisterschaft los.

Motorsport-Magazin.com - Edgaras Riabko (Litauen) hat nach dem dritten Rennwochenende des ADAC Motorboot Masters die Führung in der Gesamtwertung erobert. Der Vorjahresmeister gewann in Lorch am Rhein eines der beiden Sprintrennen und den Hauptlauf. "Es ist mein zweiter Sieg in Folge und ich bin überglücklich", freute sich Riabko. "Mein Boot und der Motor waren heute sehr gut, auch meine Starts waren super." Aufgrund heftiger Windböen und wegen des starken Wellengangs musste am Samstag nach dem Qualifying abgebrochen werden. Die restlichen Läufe wurden alle am Sonntag ausgetragen, an dem bei strahlendem Sonnenschein hunderte Zuschauer an den Rhein gelockt wurden.

Im ersten der zwei Sprintrennen duellierten sich Mike Szymura (Berlin), der die Pole Position erobert hatte, und Riabko um den Sieg. Nach der Renndistanz von 15 Runden hatte der Litauer um lediglich 0.97 Sekunden die Nase vorne und durfte sich über den ersten Sieg an diesem Wochenende freuen. Attila Horvath (Ungarn) belegte in diesem Rennen den dritten Rang. Im zweiten Sprintlauf ging es zwischen Szymura und Riabko nur um den zweiten Platz, da der Lette Nikita Lijcs den besten Start erwischte, sich an der Spitze früh absetzen konnte und einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Dahinter sicherte sich Riabko vor Szymura Platz zwei.

Im abschließenden Hauptrennen ging Vorjahresmeister Riabko vor Lijcs und Szymura in den Lauf. 13 Runden lang duellierte sich der Litauer mit dem Berliner um die Führung im Rennen. Dann unterlief Szymura ein Fehler und er rammte eine Boje, die daraufhin im Rhein versank. Die Rennleitung musste den Lauf unterbrechen und nahm Szymura - wie im Reglement vorgeschrieben - als Verursacher eines Rennabbruchs aus der Wertung. Für die Titelhoffnungen des jungen Berliners war diese Disqualifikation ein herber Rückschlag, da ihm damit für das Hauptrennen keine Punkte für die Gesamtwertung angerechnet wurden. Nach dem Verankern einer Ersatzboje wurde das Hauptrennen für die verbliebenen sieben Runden noch einmal aufgenommen. An den Positionen der fünf noch im Rennen befindlichen Piloten änderte sich nichts mehr: Riabko sah vor Lijcs, Horvath, Uwe Brettschneider (Berlin) und Frederick Bastin (Belgien) die Zielflagge.

In der Gesamtwertung ist Szymura seine Führung nach den Läufen in Lorch am Rhein los, er liegt nun 40 Punkte hinter Riabko auf dem zweiten Platz. Das nächste Rennwochenende des ADAC Motorboot Masters findet am 28. und 29. September in Berlin-Grünau statt. Es ist bereits das vorletzte Rennwochenende dieser Klasse in der laufenden Saison.

Die Stimmen der Top-Drei

Edgaras Riabko (29, Litauen), Sieger: "Es ist mein zweiter Sieg in Folge und ich bin überglücklich. Mike Szymura hat mich in jedem Lauf gejagt und ich konnte die Augen kaum von meinem Rückspiegel nehmen. Jeder Fehler wäre eiskalt bestraft worden, ich bin aber glücklicherweise fehlerfrei geblieben. Mein Boot und der Motor waren heute sehr gut, auch meine Starts waren super. 40 Punkte Vorsprung in der Meisterschaft sind natürlich ein sehr gutes Polster für die letzten beiden Rennwochenenden."

Nikita Lijcs (18, Lettland), Zweiter: "Ich bin sehr glücklich über die guten Resultate an diesem Wochenende. Bedenkt man, dass ich im Qualifying nur Vierter war, habe ich heute sehr viel aus dieser Position gemacht. Die Starts habe ich sehr gut hinbekommen. Dass es hier drei Rennen an einem Tag gab, hat mir konditionell nichts ausgemacht, ich habe auch schon fünf Renneinsätze an einem Tag bestritten."

Attila Horvath (36, Ungarn), Dritter: "Mir tut es sehr leid für Mike (Szymura), der disqualifiziert wurde. Ohne diese Strafe für ihn wären wir nicht Dritter im Hauptrennen geworden. Die Freude über Platz drei im ersten Sprintrennen ist größer, denn diese Platzierung haben wir aus eigener Kraft herausgefahren. Mit dem Boot gab es zwar ein paar kleine technische Herausforderungen, aber am Ende hat alles gehalten."


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