ADAC Motorboot Cup - Schäfer verteidigt Führung

Erster Sieg für Tietz

Sascha Schäfer, Max Stilz und Christian Tietz duellierten sich in Brodenbach. Die Siege in den vier Rennen wurden brüderlich geteilt.

Motorsport-Magazin.com - Sascha Schäfer (27, Muggensturm) verteidigte in Brodenbach (Landkreis Mayen-Koblenz) Platz eins in der Gesamtwertung des ADAC Motorboot Cup. Bei leicht bewölktem Himmel gewann er auf dem Zwei-Bojen-Kurs auf der Mosel zwei der vier Rennen. "Ich bin voll und ganz zufrieden. Mit dem Sieg im letzten Rennen habe ich das Wochenende gerettet", freute sich Schäfer.

Spannende Duelle in Brodenbach

Der 27-Jährige startete am Samstag mit einem Sieg in das Wochenende. Im ersten Sprintrennen setzte er sich von Startposition zwei nach einem guten Start durch und verwies Christian Tietz (35, Dresden) und Neuling Ronny Mathys (29, Schweiz) auf die weiteren Plätze. Für Rene Schilke (32, Schweiz) war das Rennwochenende hingegen früh zu Ende. Zwar hatte Schilke im Qualifying die Pole Position erzielt, doch bei einem Unfall kurz vor Rennende wurde sein Boot so schwer beschädigt, dass es in den Folgerennen nicht mehr einsatzfähig war. Das zweite Sprintrennen nahmen daher noch sechs Piloten in Angriff. Von der Pole Position setzte sich Max Stilz (16, Kernen) durch, der sich damit über seinen ersten Sieg in diesem Jahr freuen durfte. Das Podium komplettierten Schäfer und Tietz.

Diese Fahrer dominierten auch das Geschehen in den beiden Hauptrennen am Sonntag. Im ersten Hauptlauf ging zunächst Schäfer in Führung, doch Tietz hielt den Anschluss. Nach wenigen Bojen kam es zu einer kleinen Berührung der beiden Führenden, die Schäfer auf den vierten Platz zurückwarf. "Christian hat sich in der Wende gedreht und stand mir im Weg. Da konnte ich einen kleinen Zusammenprall leider nicht mehr verhindern", führte Schäfer aus. Tietz, der sein Boot rasch wieder auf Touren brachte, fuhr in Folge ungefährdet zu seinem ersten Sieg. Für den Dresdner war es der erste Erfolg in seinem fünften Jahr im ADAC Motorboot Cup. Tietz ließ seinen Emotionen daher freien Lauf: "Ich habe nach dem Zieleinlauf wie ein Verrückter in meinem Cockpit herumgeschrien."

Prominenter Besuch beim ADAC Motorboot Cup

Auch im zweiten Hauptrennen schaffte es Tietz auf das Podium, allerdings nur als Zweiter hinter Schäfer. Der Führende der Gesamtwertung sicherte sich nach einem Fehler von Max Stilz Platz eins und gab diese Position bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Hinter Tietz komplettierte Mathys das Podium. Stilz belegte in diesem Lauf den vierten Rang und konnte sich daher in der Gesamtwertung nicht verbessern. Als Drittplatzierter liegt der 16-Jährige nun mit 198 Punkten bereits 28 Zähler hinter Schäfer und zwei Punkte hinter Tietz. Stilz durfte sich aber über aufmunternde Worte von Gerhard Waibel, vierfacher Grand-Prix-Sieger in der Motorrad-WM, freuen, der ihm vor Ort die Daumen drückte. Eine Besonderheit wartete auf die Fahrer des ADAC Motorboot Cup am Samstagabend: Ralf Teltscher, ADAC Referent Trainerwesen und Stiftung Sport, brachte den Piloten die Erfolgsbausteine im Motorsport näher. Im Anschluss an den interaktiven Vortrag holten sich die Fahrer persönliche Tipps für ihre weitere sportliche Karriere.

Das dritte Rennwochenende des ADAC Motorboot Cup findet am 28./29. Juni in Lorch am Rhein statt.

Die Stimmen der Top-Drei

Sascha Schäfer (27, Deutschland), Sieger Sprintrennen 1 und Hauptrennen 2:
"Ich verlasse Brodenbach mit einem guten Gefühl. Mit dem Sieg im letzten Rennen habe ich das Wochenende gerettet. Im Lauf davor hatte ich etwas Pech, als ich mit Christian Tietz kollidiert bin und konnte nicht mehr als den vierten Rang herausholen. Zum Glück kann ich es mir aufgrund meines Vorsprungs in der Meisterschaft leisten, nicht jedes Risiko einzugehen. Mein Boot war an diesem Wochenende gut in Schuss, meine Starts hätten aber besser sein können."

Christian Tietz (35, Deutschland), Sieger Hauptrennen 1:
"Gigantisch, Wahnsinn, unbeschreiblich! Nach so vielen Jahren im ADAC Motorboot Cup hat es endlich zum Sieg gereicht. Dieses Gefühl ist unglaublich. Wir sind bei den Starts mittlerweile sehr gut geworden und können dort viele Meter und Positionen gutmachen. Eine gute Reaktionszeit hatte ich schon immer, nun passt aber auch das Setup, das wir im Hinblick auf die Starts überarbeitet haben."

Max Stilz (16, Deutschland), Sieger Sprintrennen 2:
"Das war ein sehr aufbrausendes Wochenende für mich. Es gab ein paar Probleme, die wir im Laufe des Wochenendes aber in den Griff bekommen haben. Die Wellen und der Wind haben die Sache natürlich nicht einfacher gemacht. Im zweiten Hauptrennen war ich aufgeregt, weil ich unbedingt unter den Top-Zwei abschließen wollte. Das hat leider zu Fahrfehlern geführt. Unser Ziel bleibt weiterhin, die Meisterschaft zu gewinnen. Es liegt noch eine lange Saison vor uns."


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