ADAC Motorboot Cup - Lauscher und Stilz siegen in Berlin

Köpcke bleibt Gesamt-Führender

Kim Lauscher und Max Stilz gewinnen die Rennen in Berlin, doch Kevin Köpcke verteidigt die Führung in der Meisterschaft.

Motorsport-Magazin.com - Kim Lauscher (Löningen) blieb am vorletzten Rennwochenende im ADAC Motorboot Cup in Berlin-Grünau trotz eines Sieges im Hauptrennen die große Aufholjagd im Titelduell mit dem Meisterschaftsführenden Kevin Köpcke (Jork) verwehrt. Ein Fehler im Sprintrennen kostete den amtierenden Meister eine bessere Platzierung. Der Vorsprung von Köpcke auf Lauscher beträgt - wie schon vor den Rennen in Berlin - acht Punkte. "Mein Wochenende hatte positive und negative Seiten und in der Meisterschaft hat sich im Grunde nichts verändert", sagte Lauscher.

Im Sprintrennen am Samstag feierte Max Stilz (Kernen) aus der Pole Position einen ungefährdeten Sieg. Trotz eines Fahrfehlers bei einer scharfen Linkswende lag der Serien-Neuling von der ersten bis zur letzten Runde in Führung und ließ sich den Sieg nicht nehmen. Dahinter duellierten sich Köpcke und Lauscher um den zweiten Rang. In der letzten Runde unterlief Lauscher ein Fehler, als er mit seinem Boot eine Boje aufspießte und deshalb, wie im Reglement vorgeschrieben, als Strafe eine Runde zu seiner Rennzeit addiert wurde. Da Christian Tietz (Dresden) zuvor das gleiche Missgeschick unterlaufen war, belegte Lauscher am Ende hinter Stilz, Köpcke, Sascha Schäfer (Muggensturm), Markus Hess (Wiesbaden) und Isabell Weber (Rümmingen) den sechsten Rang vor Tietz.

Im ersten Lauf des Hauptrennens am Sonntag hatte Lauscher die Pole Position inne, sorgte für klare Verhältnisse und gewann den Wertungslauf. In der ersten Runde kam es zu einem Unfall, in den mehrere Fahrer verwickelt waren. Schäfer und Weber konnten den ersten Lauf nach der Unterbrechung wegen des Zwischenfalls nicht wieder aufnehmen. Nicht betroffen von dem Unfall waren Stilz und Köpcke, die sich einen sehenswerten Kampf um die zweite Position lieferten. Das bessere Ende hatte Köpcke für sich, der sich über Platz zwei hinter Lauscher freuen durfte.

Webers Boot war bei dem Unfall im ersten Rennen so schwer beschädigt worden, dass sie an den ausstehenden Wertungsläufen nicht mehr teilnehmen konnte. Schäfer versuchte zwar im zweiten Heat zu starten, schon nach wenigen Metern streikte aber sein Motor. Somit war auch sein Hauptrennen gelaufen. Lauscher siegte im zweiten Lauf erneut, dahinter entschied diesmal Stilz das Duell mit Köpcke um den zweiten Rang für sich.

Der dritte Wertungslauf wurde nach Fahrer-Entscheid wegen der kritischen Wetterbedingungen (starker Wind und hoher Wellengang) abgesagt. Damit ging der Sieg im Hauptrennen, der sich aus der Addition der ersten beiden Wertungen ergibt, an Lauscher vor Stilz und Köpcke. Rang vier holte Hess, der fünfte Platz ging an Tietz. Schäfer und Weber kamen nicht in die Wertung und blieben daher ohne Punkte für die Meisterschaftswertung. In dieser liegt vor dem finalen Rennwochenende Köpcke acht Punkte vor Lauscher. Die Entscheidung um den Titel im ADAC Motorboot Cup fällt am 5. Oktober bei den letzten Rennen der Saison in Düren.

Die Stimmen der Top-Drei

Kim Lauscher (20, Deutschland), Sieger:
"Mein Wochenende hatte positive und negative Seiten und in der Meisterschaft hat sich im Grunde nichts verändert. Heute konnten wir den Sieg im Hauptrennen herausfahren, aber gestern habe ich leider eine Boje zerstört und dafür eine Strafe erhalten. Wenn man am Limit fährt, geht man an Grenzen und irgendwann darüber hinaus. Das ging bei mir leider schief. Der Ärger gestern war groß, da leidet das ganze Team mit. Der Fehler war natürlich heute im Hinterkopf stets dabei, aber meine beiden Läufe zum Hauptrennen waren einwandfrei. Wir blicken jetzt optimistisch auf das nächste Rennen und hoffen auf ein Wunder, damit es mit der Meisterschaft doch noch klappt."

Max Stilz (15, Deutschland), Zweiter:
"Berlin war super für mich. Ich habe meine Leistung aus Kriebstein hier wiederholen können. Mehr kann ich mir nicht wünschen. Am Beginn des Tages waren die Bedingungen noch im Rahmen, am Ende wurde es auf dem Wasser aber zu windig. Deshalb haben wir uns auch dazu entschieden, den dritten Lauf nicht mehr zu fahren. Die Duelle mit Kim und Kevin waren sehr interessant."

Kevin Köpcke (21, Deutschland), Dritter:
"Es fing gestern problematisch an. Wir hatten Motorverluste und konnten damit nicht die maximale Leistung herausholen. Wir haben aber in der Nacht den Fehler gefunden und heute ging es einigermaßen. Das Boot lief super, im zweiten Lauf ist mir leider ein Fahrfehler unterlaufen. Ich habe in den Duellen mit Max und Kim aber nicht alles riskiert, denn wir haben schon nächste Woche das letzte Rennen und da wollen wir das Boot heil hinbringen."


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