ADAC Mini Bike Cup - Svoboda und Bauer gewinnen in der Nachwuchs-Klasse

Nachwuchsfahrer liefern sich heiße Rennen in Templin

Einsteiger-Klasse: Erster Doppelsieg für Nicolas Czyba. Luca Göttlicher holt 50 Punkte und übernimmt die Spitze im ADAC Pocket Bike Cup.

Motorsport-Magazin.com - Nach einer kurzen Verschnaufpause starteten die Fahrer des ADAC Mini Bike Cup am Samstag, 02. August 2014 in Templin zum fünften von zehn Rennwochenenden in dieser Saison. Ebenfalls am Start waren die Piloten des ADAC Pocket Bike Cup. Sie bestritten auf dem 1.102 Meter langen Kurs in Brandenburg nach einer zweimonatigen Pause ihr drittes Rennwochenende des Jahres.

Die Nachwuchsfahrer fanden heiße Temperaturen vor und lieferten sich insgesamt sechs spannende Rennen, aus denen Petr Svoboda (11, Ostrovacice, CZE), Joshua Bauer (11, Limbach), Nicolas Czyba (10, Oelsnitz) und Luca Göttlicher (7, Schwifting) siegreich hervorgingen. Svoboda und Bauer gewannen jeweils ein Rennen der Nachwuchs-Klasse, Czyba feierte zwei Siege in der Einsteiger-Klasse, während Göttlicher beide Rennen des ADAC Pocket Bike Cup für sich entscheiden konnte.

Paul Fröde verschenkt den Sieg in der Nachwuchs-Klasse

Bereits das erste Rennen der Nachwuchs-Klasse hatte es in sich. Svoboda war nach einem harten Dreikampf der strahlende Sieger, während sich Bauer mit Platz zwei geschlagen geben musste. Ondrej Vostatek (9, Prag, CZE) eroberte den letzten Platz auf dem Treppchen, Dirk Geiger (12, Mannheim) und Toni Erhard (13, Schwarzenberg) verpassten das Podest knapp. Paul Fröde (12, Hohenstein-Ernstthal) kam nach 15 Runden als Erster im Ziel an, wurde aufgrund eines Frühstarts aber um 20 Sekunden zurückversetzt. So belegte er hinter Max Zachmann (12, Remchingen) Position sieben.

Im zweiten Lauf hatten von der ersten bis zur letzten Runde ganze acht Fahrer Chancen auf den Sieg. Bauer konnte sich knapp vor Svoboda behaupten und feierte seinen ersten Sieg in der Nachwuchs-Klasse. Fröde betrieb nach dem siebten Platz im ersten Rennen mit Rang drei Schadensbegrenzung. Leon Orgis (13, Arnsdorf) Geiger, Peetu Paavilainen (12, Kotka, FIN), Erhard und Vostatek komplettierten die Top-Acht. Auch ohne Podest legt Geiger in der Gesamtwertung weiter vor (188 Punkte). Svoboda und Erhard folgen ihm mit 147, beziehungsweise 139 Zählern auf den Rängen zwei und drei.

Joshua Bauer (2./1., 11 Jahre, Limbach):
"Ich bin von Platz acht gestartet und hätte nicht geglaubt, dass ich es aufs Podest schaffe. Nach und nach konnte ich mich im ersten Rennen an einigen Konkurrenten vorbeikämpfen und während sich zwei weitere Fahrer vor mir duellierten, kam ich an ihnen vorbei. Gleich in der nächsten Runde schnappte ich mir den Nächsten und lieferte mir dann noch einen harten Kampf. Diesen konnte ich für mich entscheiden und mir so den zweiten Platz sichern. Das zweite Rennen verlief ähnlich. Allerdings verlor ich gleich am Start eine Position. Runde für Runde gelang es mir aber, weiter nach vorne zu fahren. In der letzten Runde kämpfte ich wieder extrem hart gegen Petr und Paul. Auf der Ziellinie fuhren wir fast parallel. Im Fotofinish konnte ich meinen ersten Sieg in der Nachwuchs-Klasse holen. Das ist ein tolles Gefühl. Jetzt kann ich die nächsten Rennen kaum abwarten."

Czyba räumt in der Einsteiger-Klasse alles ab

Von der Pole Position bis hin zu beiden Rennsiegen: Czyba ließ in Templin keinen seiner Konkurrenten vorbei. Der Zehnjährige hatte allerdings kein leichtes Spiel, denn Michal Búlik (8, Skalica, SVK) und Troy Bude (11, Pößneck) waren ihm schon im ersten 13 Runden langen Lauf dicht auf den Fersen. Schließlich konnte sich Czyba aber vor Búlik durchsetzen. Bude wurde Dritter. Marvin Siebdrath (10, Wildenfels) und Aaron Schäfer (12, Schorndorf-Buhlbronn) komplettierten die Top-Fünf im ersten Lauf.

Im zweiten Rennen bildete sich erneut ein Dreikampf zwischen Czyba, Búlik und Bude heraus. Erneut war es Czyba, der sich knapp gegen seine beiden Verfolger durchsetzen konnte, die in gleicher Reihenfolge aufs Podest kletterten. Schäfer wurde vor Siebdrath Vierter. Mit 181 Punkten führt Búlik die Einsteiger-Klasse weiterhin an. Czyba holt nach einem perfekten Wochenende aber stark auf und liegt nun mit 180 Zählern auf Position zwei der Gesamtwertung. Schäfer rutscht mit 162 Punkten von Platz zwei auf drei.

Nicolas Czyba (1./1., 10 Jahre, Oelsnitz):
"Die Strecke hier in Templin gehört zu meinen Lieblingskursen. Die beiden Rennen heute waren allerdings sehr schwierig. Es war extrem heiß und das zehrte natürlich an den Kräften. Ich hatte schon im ersten Lauf einen guten Start, konnte mich an der Spitze absetzen und in den ersten Runden führen. Dann kam Troy herangefahren und hat mich überholt. Mir gelang es aber, gleich in der nächsten Kurve zurückzuschlagen. Im Ziel kamen Troy, Michal und ich dicht hintereinander an. Wir haben uns keinen Meter geschenkt. Das zweite Rennen lief ähnlich, allerdings versuchte Michal mich zu überholen. Ich konnte mich aber erneut knapp vor den anderen beiden durchsetzen und meinen ersten Doppelsieg im ADAC Mini Bike Cup feiern. Das ist der Wahnsinn."

Göttlicher dominiert im ADAC Pocket Bike Cup

Im ADAC Pocket Bike Cup dominierte Luca Göttlicher das Geschehen auf einem der längsten Kurse im Kalender. Nachdem er sich die Pole Position sichern konnte, holte sich der Siebenjährige auch die Siege in beiden Rennen über acht Runden. Im ersten Lauf kam der bis dato Cup-Führende Noah Paricio Rahe (7, Oberstaufen) als Zweiter ins Ziel, während Dustin Schneider (8, Adorf) sich den letzten Platz auf dem Treppchen sichern konnte. Parez Sabri (7, Luebbecke) und Lucy Michel (9, Elterlein) komplettierten die Top-Fünf.

Im zweiten Lauf sah Freddie Heinrich (9, Lunzenau) hinter Göttlicher die schwarz weiß-karierte Flagge als Zweiter. Michel sicherte sich den verbliebenen Podestplatz, dicht gefolgt von Schneider und Sabri. Paricio Rahe stürzte schon in der ersten Kurve. Der Sechsjährige blieb unverletzt, musste nach dem dritten Event aber die Führung im ADAC Pocket Bike Cup an seinen Konkurrenten Göttlicher abtreten, der mit 116 Punkten führt. Paricio Rahe liegt mit 106 Zählern auf Position zwei. Auch Sabri konnte Boden gutmachen und belegt aktuell mit 103 Punkten den dritten Rang der Gesamtwertung.


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