ADAC Kart Masters - Spektakuläres Finale in Wackersdorf erwartet

Fünf Meisterschaftsentscheidungen stehen aus

Am kommenden Wochenende ist es soweit, das ADAC Kart Masters reist zum großen Finale ins Prokart Raceland Wackersdorf.

Motorsport-Magazin.com - 231 Teilnehmer werden zu den Rennen in der Oberpfalz erwartet. Neben fünf ausstehenden Meisterschaftsentscheidungen, sorgen hochkarätige Gastpiloten für zusätzliche Abwechslung. Das 1.222 Meter lange Prokart Raceland in Wackersdorf ist ein besonderes Highlight zum Saisonabschluss des ADAC Kart Masters. Die Strecke ist eine der modernsten in Deutschland und war in der Vergangenheit schon mehrmals Schauplatz einer Kart-Welt- und Europameisterschaft. Mit großer Spannung werden die Rennen erwartet: Zum Saisonabschluss haben 231 Fahrerinnen und Fahrer ihre Einschreibung abgebeben und sorgen damit für eins der stärksten Teilnehmerfelder des Jahres.

Der Ausfall in Kerpen war großes Pech, so etwas gehört aber zum Motorsport dazu.
Alexander Heil

Darunter sind auch international erfahrene Gastfahrer. So gehen in der KF3 der Niederländer Martijn van Leeuwen (Rijkevorsel/Keijzer Racing) und Nicolai Hagenaes (Alesund/Mach1 Motorsport) aus Norwegen an den Start. Die Deutschen Hannes Janker (Röthenbach/TB Motorsport Racing Team), Lucas Speck (Haan/ADAC Motorsport), Dennis Marschall (Eggenstein/TB Motorsport Racing Team), Moritz Horn (Biebertal/Energy Corse srl.) und der Däne Kasper Larsen (Aalborg) verstärken das Feld in der KF2. Sowie bei den Schaltkarts Patrick Kappis (Fellbach/Solgat Motorsport), Verdi Geurts (Maasbree/Solgat Motorsport) aus den Niederlanden und der Ire John Norris (Mach1 Motorsport).

Im Fokus stehen aber die Meisterschaftskämpfe: Gleich in fünf Klassen sind in Deutschlands stärkster Kartrennserie noch Titel zu vergeben. Nur bei den Schaltkarts der Klasse KZ2 sorgte Michele Di Martino (Eitorf/Energy Germany) für eine Vorentscheidung. Dem Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport reichten in Kerpen zwei zweite Ränge zur Titelverteidigung. In Wackersdorf geht es nun um die Vizemeisterschaft, mit Alexander Schmitz (Wesel/KSM Racing Team) und Kevin Illgen (Callenberg/ADAC Sachsen e.V) haben noch zwei Fahrer berechtigte Chancen.

Hohe Leistungsdichte bei den Bambinis

Deutlich enger präsentiert sich das Feld der Bambini. Die Jüngsten im ADAC Kart Masters überzeugten bisher mit einer hohen Leistungsdichte und werden den Meisterschaftskampf bis zur letzten Sekunde heraus zögern. Angeführt wird das Feld vom Bonner Doureid Ghattas (TR Motorsport), drei Mal siegte der Youngster bisher und peilt in Wackersdorf nun den Titel an. Ihn daran hindern möchten seine Teamkollegen Illya Zamula (Berlin) und Eren Köse (Krefeld). Vor allem Zamula scheint in Bestform: Mit Podestplätzen in Ampfing und Kerpen lieferte er zuletzt eine starke Vorstellung ab. Insgesamt gehen auch in Wackersdorf wieder über 40 Nachwuchspiloten in der Bambini-Klasse an den Start.

Ebenfalls große Spannung herrscht bei den X30 Senioren. Den Führenden Alexander Heil (Ebernburg/DS Kartsport) und seinen Verfolger Julian Fuchs (Öhringen/AK Racing) trennen nur 15 Punkte und beide machen die Titelentscheidung unter sich aus. Heil schnupperte schon in Kerpen am Meisterpokal, doch ein Ausfall im zweiten Rennen warf ihn zurück. In Wackersdorf wird der Pilot des deutschen Mach1-Karts nun voll attackieren: "Der Ausfall in Kerpen war großes Pech, so etwas gehört aber zum Motorsport dazu. Nun muss ich alles auf eine Karte setzen, im vergangenen Jahr habe ich in Wackersdorf gewonnen."

Deutlich entspannter ist hingegen die Situation bei den Junioren. In der KF3 führt Cedric Piro (Heusweiler/PM Racing Team) das Klassement souverän an. Der Saarländer kann mit 44 Punkten Vorsprung die letzten Wertungsläufe gelassen angehen. "Mir reichen zwei solide Ergebnisse, um die Meisterschaft zu gewinnen. Ich werde auf jeden Fall nicht mehr alles riskieren", zeigt sich Piro zuversichtlich. Eine kleine Sensation bahnt sich hingegen bei der Vergabe des Vizetitels an. Bambini-Aufsteiger Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport) liegt derzeitig auf der zweiten Position und möchte diese auch nicht mehr aus der Hand geben: "Der Umstieg in die KF3 verlief deutlich besser als erwartet, nun möchte ich das Jahr natürlich auch auf dem Podium abschließen. Wackersdorf ist eine tolle Strecke und ich fahre dort sehr gerne."

Für mich ist es wichtig, im ersten Wertungslauf zu punkten, dann kann mir nichts mehr passieren.
Tim Becker

Ein ähnliches Bild herrscht bei den X30 Junioren. Tim Becker (Lüdenscheid/Beule Kart Racing Team) fuhr ein Polster von 40 Punkten heraus und freut sich auf das Finale in der Oberpfalz: "Ich habe einen guten Vorsprung und kann die Rennen gelassen angehen. Wackersdorf ist sehr herausfordernd. Für mich ist es wichtig, im ersten Wertungslauf zu punkten, dann kann mir nichts mehr passieren." Deutlich enger hängen hingegen seine Kontrahenten zusammen, in der Vergabe um die weiteren Podiumsplätze gibt es gleich sechs Fahrer, die den Sprung auf Platz zwei schaffen können.

Last but not least steht ebenso die Entscheidung in der KF2 aus. Marcel Lenerz (Ludwigsau/Energy Germany) ist der größte Favorit auf den Titelgewinn. Mit vier Siegen im Rücken tritt er die Reise zum Finale an und blickt den Rennen gespannt entgegen: "28 Punkte sind ein gutes Polster, ich werde die Rennen ohne großen Druck in Angriff nehmen und muss nicht zwingend gewinnen." Zu ruhig sollte Lenerz nicht sein, Marco Paul (Waldems-Niederems/Energy Germany) schaffte in Kerpen einen beeindruckenden Doppelsieg und hat seine Chance gewittert. "Ich werde bis zum letzten Moment um die Meisterschaft kämpfen", ließ der junge Hesse verlauten. Hierzu muss er auch an dem derzeitigen Zweiten Arlind Hoti (Mannheim/KSM Racing Team) vorbei.

Los geht es in Wackersdorf mit den Zeittrainings am Samstag (21.09.) um 11 Uhr, daraus ergibt sich die Startaufstellung für die Vorläufe, die am Samstagnachmittag ab 13 Uhr und Sonntagmorgen (22.09.) starten. Die besten 34 Pilotinnen und Piloten treten dann in den Finals (Sonntag ab 11 Uhr) gegeneinander an und kämpfen um die letzten Meisterschaftspunkte des Jahres.


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