ADAC Junior Cup - Zellhöfer gewinnt turbulentes Finale

Friedrich neuer Champion des ADAC Junior Cup 2013

Marc Zellhöfer gewinnt vor Gabriel Noderer und Christian Stange in Hockenheim. Arnaud Friedrich (ADAC Stiftung Sport) krönt sich zum Meister im ADAC Junior Cup.

Motorsport-Magazin.com - Marc Zellhöfer (15, Fürth) entschied das turbulente letzte Saisonrennen im ADAC Junior Cup 2013 auf dem Hockenheimring für sich. Der Fürther setzte sich in einem harten Vierkampf durch und erzielte damit den letzten Sieg in der Zweitakt-Ära des ADAC Junior Cup. Ab der nächsten Saison gehen die Nachwuchstalente mit Viertakt-Motorrädern von KTM an den Start.

"Das war für mich der perfekte Saisonabschluss", freute sich der Sieger. Der 15-jährige Zellhöfer hatte im Ziel einen Vorsprung von 0.297 Sekunden auf Gabriel Noderer (16, Thalmässing), der seinerseits eine halbe Zehntelsekunde vor dem Drittplatzierten Christian Stange (16, Heidenau) über die Ziellinie fuhr. Toni Thurmayer (18, Stockstadt) sicherte sich Rang vier.

Stéphane Frossard (18, Courgenay, SUI) nahm elf Punkte für Platz fünf mit nach Hause. Jan Schmidt (18, Büdingen) belegte Position sechs vor Nico Tietze (17, Lichtenau) und Arnaud Friedrich (13, Limbach-Oberfrohna). Friedrich kollidierte im Kampf um den Sieg schon in der vierten Runde mit Lukas Tulovic (13, Eberbach) und fiel auf Position 17 zurück. Von dort kämpfte sich der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport bis zum Rennende bis auf Rang acht nach vorne.

Nach seiner spannenden Aufholjagd reichten Friedrich acht Punkte für Platz acht zum Gewinn des Meistertitels im ADAC Junior Cup 2013. Der 13-Jährige beendet sein Debütjahr im ADAC Junior Cup mit 119 Punkten auf Platz eins vor Frossard mit 116 Zählern und Noderer mit 110 Punkten.

Colin Rossi (15, Winterthur, SUI) und Michaël Verbrugghe (17, Kessel, BEL) belegten die letzten beiden Plätze innerhalb der Top-Ten. Matthias Meggle (13, Reicholzried), Sebastian Krog (15, Bonn), Christoph Gebhardt (16, Neunkirchen), Christopher Kogelbauer (14, Langenfeld) und Maximilian Sohnius (13, Hausham) nahmen die letzten Punkte im Finale mit. Das Rennen wurde nach 13 Runden vorzeitig abgebrochen, weil Teile auf der Strecke lagen.

Die Stimmen der Top-Drei

Marc Zellhöfer (15, Fürth), Sieger:
"Das Rennen war unglaublich spannend und hat viel Spaß gemacht. Ich beobachtete einige Runden lang meine Konkurrenten, um ihre Schwachstellen zu finden und griff dann in der letzten Runde an. Ich dachte zunächst, dass ich Dritter geworden wäre, also bin ich über den Sieg umso erfreuter. Beim Finale hier in Hockenheim waren sehr viele Zuschauer auf den Tribünen und es war wirklich toll, vor so einer Kulisse zu fahren - für mich war das der perfekte Saisonabschluss."

Gabriel Noderer (16, Thalmässing), Zweiter:
"Mein Start war nicht ganz so gut, ich kämpfte aber trotzdem schnell in der Spitzengruppe mit. Wenn man nicht sofort attackiert, sobald man eine Möglichkeit erkennt, wird man selbst leicht überholt. Mein Motorrad funktionierte heute nicht ganz so gut, deshalb bin ich oft nur in den Kurven vorbeigekommen. Ich musste jeden Fehler der anderen Fahrer ausnutzen und war nah am Limit. Der zweite Platz ist okay für mich. Ich wollte zwar gerne den Titel gewinnen, aber so bin ich auch noch recht zufrieden. Es hätte schlimmer kommen können."

Christian Stange (15, Heidenau), Dritter:
"Das Rennen war super, auch die Überholmanöver waren klasse. Unsere Rundenzeiten waren ziemlich schnell. Ich glaube, dass ich die meiste Zeit das Rennen angeführt habe und ich hatte auch ein gutes Gefühl, aber ab und an kam einer der anderen Fahrer aus dem Windschatten an mir vorbei. Wirklich zufrieden bin ich mit dem dritten Platz nicht, ich wollte unbedingt gewinnen."

Arnaud Friedrich (13, Limbach-Oberfrohna), Champion des ADAC Junior Cup 2013:
"Ich bin gut gestartet und hatte gehofft, mit Lukas Tulovic wegfahren zu können. Dann merkte ich allerdings bald, dass die anderen Fahrer noch an uns dran waren. Er hat versucht, mich zu überholen, wobei sein Vorderrad eingeklappt ist – so hat er mich mitgerissen. Nach dem Sturz habe ich mein Motorrad schnell aufgehoben und bin weitergefahren. Nun musste ich das Feld von hinten aufrollen. Ich hätte nicht mehr damit gerechnet, dass es noch mit dem Titelgewinn klappen würde, aber jetzt bin ich Meister! Ich bin mehr als erleichtert und überglücklich."


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