ADAC GT Masters - Nach Auffahrunfall: Buhk gesteht Fehler ein

Freud und Leid in der Lausitz

Maximilian Buhk zeigte sich nach dem jüngsten GT-Masters-Wochenende enttäuscht. Der Ärger über den vermeidbaren Unfall mit Toni Seilers Corvette war groß.

Motorsport-Magazin.com - Maximilian Buhk wusste nicht, ob er nach dem sechsten Lauf im ADAC GT Masters 2014 lachen oder weinen sollte. Auf dem Lausitzring feierten der Dassendorfer und sein HTP-Motorsport-Teamkollege Maximilian Götz am Samstag zunächst einen souveränen Laufsieg mit 13,8 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Nach dem Auftaktsieg in Oschersleben war es bereits der zweite Saisontriumph. Am Sonntag folgte dann leider das bittere Aus in der letzten Rennrunde. Nach sechs von 16 Wertungsläufen belegt das Mercedes-Benz-Erfolgsduo in der Meisterschaftswertung mit 60 Punkten den vierten Rang.

Momentan überwiegt die Enttäuschung, aber der Sieg am Samstag war natürlich große Klasse.
Maximilian Buhk

"Das ist absolut ärgerlich. Der Unfall war ganz klar mein Fehler und meine Schuld. In der letzten Runde auszuscheiden, das ist sehr enttäuschend. So eng liegen Freud und Leid im Motorsport manchmal zusammen. Momentan überwiegt die Enttäuschung, aber der Sieg am Samstag war natürlich große Klasse", sagte der selbstkritische Buhk im abschließenden Pressegespräch.

Im Zeittraining am Freitagnachmittag hatte der 21-Jährige den GT3-Flügeltürer zunächst bei trockenen Bedingungen auf den sechsten Startplatz gestellt. Im zweiten Abschnitt war Teamkollege Götz bei einsetzendem Regen ebenfalls die sechstschnellste Zeit gefahren.

Überlegener Sieg am Sonnabend

Am Samstag legte Buhk mit einem perfekten Start den Grundstein für den Sieg. Von Position sechs aus schob sich der FIA-GT3-Europameister von 2012 noch vor der ersten Kurve auf Platz zwei hinter die Corvette von Daniel Keilwitz. Buhk folgte dem amtierenden GT-Masters-Champion über die gesamte erste Rennhälfte. Durch einen zwei Sekunden schnelleren Boxenstopp übernahm das schnelle Mercedes-Duo die Führung. Götz baute seinen Vorsprung mit jeder Runde weiter aus und fuhr schließlich als souveräner Sieger ins Ziel. Im Anschluss äußerte sich Buhk begeistert: "Ich bin zu 100 Prozent zufrieden, denn auf dem Weg zum Lausitzring haben wir nicht mit einem Sieg gerechnet, da diese Strecke den kleineren und wendigeren Autos im Feld mehr liegt."

Das Sonntagsrennen verlief leider weniger erfolgreich. Nach dem Fahrerwechsel von Götz auf Buhk entwickelte sich ein spannender Sechskampf um den vierten Platz, der schließlich in der letzten Rennrunde seinen dramatischen Höhepunkt erlebte. Bei einem Überholversuch kollidierte Buhk mit seinem Rivalen Toni Seiler; zum Ärger aller Beteiligten schieden sowohl der SLS-Mercedes als auch die Corvette aus.

Zu allem Überfluss sprachen die Sportkommissare nach dem Rennen noch eine persönliche Strafe für Buhk aus: Der Dassendorfer wird beim nächsten Rennen, bei dem er den Start fährt, um fünf Startplätze nach hinten versetzt.


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