Exklusiv

ADAC GT Masters - Kolumne - Max Sandritter

Der Schock sitzt noch in den Knochen

Max Sandritter berichtet in seiner Kolumne für Motorsport-Magazin.com von seinem nervenaufreibenden Saisonstart im ADAC GT Masters.
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Motorsport-Magazin.com - Liebe Motorsport-Magazin.com-Leser,

ich freue mich sehr, dass ich ab sofort meine eigene Kolumne beim Motorsport Magazin habe! Ab sofort werde ich euch hier regelmäßig Einblicke in meine Rennsport-Welt geben. Diese dreht sich in dieser Saison vor allem um die Rennserie mit den schönsten Traumsportwagen der Welt: das ADAC GT Masters.

Es schien ein wenig, als wären wir vom Pech verfolgt.
Max Sandritter

An acht Rennwochenenden, von Oschersleben über Zandvoort, Lausitzring, Red Bull Ring, Slovakiaring, Nürburgring und Sachsenring bis hin zum Hockenheimring, werden mein Team und ich alles geben, um in dem etwa 26 Fahrzeuge starken Fahrerfeld ganz vorne mitzufahren und es am Ende der Saison zumindest in die Top-5 zu schaffen. Mein Team, das ist das Pixum Team Schubert powered by Jochen Schweizer. Bei Schubert bin ich nun im zweiten Jahr und fahre, wie auch in der vorigen Saison, einen BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 20. Das Cockpit teile ich mir seit diesem Jahr mit dem BMW-Werksfahrer Jens Klingmann. Mit ihm konnte ich im letzten Jahr, als er am Sachsenring für den verletzten Jörg Müller einsprang, mein bestes Saisonergebnis erzielen: Platz 3 am Samstag und Platz 1 im Sonntagsrennen. Wir hoffen, dass wir an dieses tolle Ergebnis in diesem Jahr als Team anknüpfen können!

Beim Saisonauftakt in Oschersleben waren wir von diesem Ergebnis weit entfernt. Es schien ein wenig, als wären wir vom Pech verfolgt. Es begann bereits beim Qualifying, als während meiner stärksten Runde aufgrund eines Unfalls die rote Flagge erschien, sodass diese Runde nicht gewertet wurde und ich beim Samstagsrennen nur von Platz 12 starten konnte - also mitten im Feld. Dies wurde mir dann am Samstag beim Rennen zum Verhängnis, denn im Startgerangel wurden meine vordere linke Felge sowie der Reifen so schwer beschädigt, dass ich zur Box fahren und mich mitten im Feld wieder einordnen musste - nun aber eine Runde zurückliegend. Zwar konnten wir die Pace der anderen mithalten, aber die Runde war nicht mehr aufzuholen. Das Ergebnis war ein enttäuschender Platz 20.

Für die sechs Fahrzeuge, darunter auch unser BMW, war das Rennen vorbei, bevor es angefangen hatte.
Max Sandritter

Am Sonntag kam es dann zu dem Vorfall, der den ganzen Saisonstart überschattete und mir, auch wenn ich selbst nicht direkt beteiligt war, immer noch ein wenig in den Knochen sitzt. Jens Klingmann fuhr den Start, während ich das Rennen aus der Box verfolgte. Plötzlich, ein paar Sekunden nach dem Start und noch auf der Startgeraden, kam es zu einem Horror-Crash, in den auch Jens verwickelt wurde. Insgesamt sechs Fahrzeuge kollidierten und katapultierten sich gegenseitig in die Betonmauer. Ein Fahrzeug überschlug sich mehrfach. Trotz dieses schlimmen Crashs konnte Jens unverletzt das Auto verlassen. Er eilte direkt den anderen Fahrern zur Seite und half ihnen, sich aus den verkeilten Autos zu befreien. Gott sei Dank gab es keine Schwerverletzten, aber für die sechs Fahrzeuge, darunter auch unser BMW, war das Rennen vorbei, bevor es angefangen hatte.

Auch das ist Motorsport. Es passieren Unfälle und dessen muss man sich bewusst sein. Aber nun bin ich erst einmal froh, dass alles gut ausgegangen ist und konzentriere mich voll aufs nächste Rennwochenende: vom 9. bis 11. Mai in Zandvoort. Ein wenig enttäuscht bin ich schon, dass ich am Wochenende nicht zeigen konnte, was in mir und unserem BMW steckt. Aber die freien Trainings und unser Schwesterauto, das am Sonntag Platz 3 belegte, haben mir gezeigt, dass wir vorne mitfahren können. Umso heißer bin ich nun darauf, das nächste Mal ins Cockpit zu steigen. Bitte drückt uns die Daumen, dass wir in Zandvoort mehr Glück haben.

Wenn ihr nicht selbst an der Strecke seid, dann könnt ihr das Rennen live bei kabeleins verfolgen, jeweils Samstag und Sonntag ab 11:45 Uhr.

Danke euch für eure Unterstützung, liebe Grüße und bis zur nächsten Kolumne,

Euer Max


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