ADAC GT Masters - Callaway Competition: Erster Doppelsieg seit 2009

Schlau und nervenstark

Callaway Competition erlebte auf dem Red Bull Ring in Österreich das erfolgreichste Wochenende im ADAC GT Masters seit vier Jahren.

Motorsport-Magazin.com - Beim Start in die zweite Saisonhälfte des ADAC GT Masters fuhren Diego Alessi und Daniel Keilwitz in ihrer von Callaway Competition in Leingarten bei Heilbronn entwickelten und gebauten Corvette Z06.R GT3 zu einem Doppelsieg. Für Callaway war es der dritte Doppelsieg im ADAC GT Masters und der erste seit dem Saisonstart 2009. Andreas Wirth und Christian Hohenadel fuhren in der zweiten Corvette Z06.R GT3 von Callaway auf die Ränge 13 und neun. Den Erfolg des Corvette-Teams komplettierte ein Sieg von Remo Lips in der Gentlemen-Wertung im Rennen am Samstag.

Wir haben heute nur aufgrund unseres guten Topspeeds gewonnen.
Diego Alessi

Im ersten Lauf gewannen Alessi und Keilwitz von der Pole Position, einfach war der zweite Saisonsieg für das Corvette-Duo aber keinesfalls. In der Startphase musste sich Alessi gegen Attacken von einem Porsche wehren, nach dem Fahrerwechsel schob sich kurz ein Porsche an die Spitze, bevor Keilwitz wieder die Spitze übernehmen konnte. Bis zum Rennende musste sich der 24-Jährige aber noch gegen einen Ford GT wehren. "Ich konnte zwischenzeitlich meine Reifen etwas schonen und hatte so ein Polster für einen Konter, als der Ford mit einigen schnellen Rundenzeiten näher kam", erklärte Keilwitz.

Am Sonntag lag eine noch schwerere Aufgabe vor Alessi/Keilwitz, die nach dem Sieg am Vortag 30kg Erfolgsballast einladen mussten. Von Startplatz zwei konnte Keilwitz in der zweiten Kurve die Führung übernehmen, sah sich aber unter starkem Druck von einem Mercedes. Bis zum Rennende lag der Mercedes über die gesamte Renndistanz im Windschatten von Keilwitz und Alessi, die ihren dritten Saisonsieg mit nur 0,2 Sekunden Vorsprung im knappsten Zieleinlauf der ADAC GT Masters Geschichte einfuhren. "Wir haben heute nur aufgrund unseres guten Topspeeds gewonnen", erklärte Alessi den Schlüssel zum Sieg. "Im gesamten Rennen haben wir uns keinen Fehler erlaubt, mussten aber beim Beschleunigen immer hochkonzentriert sein, denn nur so konnten wir den Mercedes bis zum Ende hinter uns halten."

Ich muss mich sehr bei den Mercedes-Fahrern Götz und Buhk für das tolle und vor allem enorm faire Duell bedanken.
Giovanni Ciccone

"Der Sieg im ersten Lauf war toll, am Samstag waren wir sicherlich die schnellsten. Im zweiten Lauf am Sonntag waren wir mit dem Erfolgsballast nicht so schnell, unsere Rundenzeiten waren nicht überragend, aber wir waren schlau und nervenstark genug, um den Sieg nach Hause zu fahren", so Giovanni Ciccone. "Man hat gerade im zweiten Lauf gesehen, dass der Mercedes schneller war als wir und ich muss mich sehr bei den Mercedes-Fahrern Götz und Buhk für das tolle und vor allem enorm faire Duell bedanken."

Eine starke Leistung zeigten in Österreich auch Andreas Wirth und Christian Hohenadel. Im ersten Lauf startete Wirth aus der ersten Startreihe, Hohenadel brachte die Corvette schließlich als Fünfter ins Ziel. Aufgrund eines Kontaktes mit einem BMW in der letzten Runde wurde nach dem Rennende noch ein Zeitstrafe gegen Wirth/Hohenadel verhängt, am Ende stand so Rang 13. Das zweite Rennen beendeten die beiden Fahrer der PILOT-Corvette nach einer Durchfahrtsstrafe auf Rang neun.

Der Doppelsieg von Alessi/Keilwitz hat Callaway Competition wieder zurück in das Titelrennen gebracht. Bei sechs noch zu fahrenden Rennen sind die amtierenden Vizemeister nun Tabellenzweite mit nur einem Punkt Rückstand.

Den Erfolg von Callaway Competition komplettierten Remo Lips und Toni Seiler mit guten Ergebnissen in der Gentlemen-Wertung. Remo Lips fuhr im ersten Rennen mit Lennart Marioneck zum ersten Laufsieg in der Gentlemen-Klasse, Toni Seiler wurde am Sonntag mit Mike Parisy Zweiter.


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