ADAC GT Masters - Alpina: Frustrierender Saisonabschluss

Riesen Ärger über das Reglement

Für Alpina spielte die sportliche Seite beim Saisonfinale des GT Masters eine untergeordnete Rolle. Eine Regeländerung nahm jegliche Titelchancen.

Motorsport-Magazin.com - Drei Saisonsiege, zwei Pole Positions und bis zum letzten von insgesamt 16 Rennen im Titelkampf: Eine erfolgreiche Saison endete beim Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim für ALPINA im großen Frust. Nach einer kurzfristigen und nicht nachvollziehbaren Leistungsreduzierung des BMW ALPINA B6 GT3 seitens des Veranstalters mitten im Titelkampf hatten Dino Lunardi, Maxime Martin und ALPINA beim Finale keine Chance den Titel erfolgreich zu verteidigen.

Die Befürchtung von ALPINA beim Finale in Hockenheim, aufgrund der Änderung der Fahrzeugeinstufung nicht konkurrenzfähig zu sein, bewahrheitete sich. Kurz vor dem Finale wurde der BMW ALPINA durch einen kleinen Luftmengenbegrenzer eingebremst, wohingegen der Konkurrenz von Porsche und Mercedes weniger Gewicht respektive mehr Leistung zugestanden wurde. Die Kombination aus geringerer Leistung in Verbindung mit einem Erfolgsballast von 50 kg nach einem Sieg und einem zweiten Platz beim vorletzten Rennwochenende auf dem Nürburgring machten ALPINA beim Finale chancenlos. Auf einer Strecke, in der ALPINA ein Jahr zuvor mit einem Start-Ziel-Sieg von der Pole Position zum Titel fuhr, kämpften Lunardi/Martin nun auf verlorenem Posten.

"Wir waren an diesem Wochenende leider nur Statisten", sagte ein enttäuschter Maxime Martin.

Der DMSB hat es durch eine kurzfristige und in keiner Weise nachvollziehbare Änderung geschafft, die Titelkandidaten, die am Nürburgring noch im Zehntelsekundenbereich auseinander lagen, um über eine Sekunde pro Runde auseinander zu reißen. Das in einer Serie, in der ein, zwei Zehntelsekunden schon drei oder vier Startplätze ausmachen. Bravo!
Andreas Bovensiepen

"Wie erwartet konnten wir nach der extremen Verschiebung in der Fahrzeugeinstufung vor dem Saisonfinale nicht mehr aktiv in den Titelkampf eingreifen", sagte ALPINA-Teamchef Andreas Bovensiepen. "In insgesamt 50 Rennen im ADAC GT Masters waren wir noch nie so chancenlos wie an diesem Wochenende, dies konnte man vor Ort und im Fernsehen deutlich erkennen. Maxime Martin, ein Ausnahmekönner im GT-Sport, musste gegen Amateurfahrer kämpfen. Der DMSB (Deutsche Motorsport Bund), der für die Fahrzeugeinstufung verantwortlich ist, hat es durch eine kurzfristige und in keiner Weise nachvollziehbare Änderung geschafft, die Titelkandidaten, die am Nürburgring noch im Zehntelsekundenbereich auseinander lagen, um über eine Sekunde pro Runde auseinander zu reißen. Das in einer Serie, in der ein, zwei Zehntelsekunden schon drei oder vier Startplätze ausmachen. Bravo!"

Fehleinschätzung seitens des DMSB?

"Unseren BMW ALPINA B6 hat man um mehr als eine halbe Sekunde eingebremst, während man Porsche und Mercedes-Benz um eine halbe Sekunde schneller gemacht hat. Man muss beim DMSB sehr großen Respekt vor der Leistung der ALPINA Ingenieure haben und offenbar davon ausgegangen sein, wir könnten die Physik außer Kraft setzen. Das ADAC GT Masters ist die sicherlich beste GT-Serie Europas. Ich wünsche dem ADAC aber, zukünftig mehr Sachverstand für die Fahrzeugeinstufung an die Rennstrecke zu bringen. Vor dem Finale wurde die Einstufung von acht Fahrzeugen geändert. Dieser große Eingriff nach bereits 14 gefahrenen Rennen zeigt deutlich, dass man diese Angelegenheit offenbar nicht im Griff hat."

Das ADAC GT Masters-Finale in Hockenheim markierte den letzten werksseitigen Einsatz von ALPINA in der deutschen Sportwagenserie. ALPINA wird weiterhin Kundenteams unterstützen und ist offen für Anfragen von Teams, die planen, in der Saison 2013 mit einem BMW ALPINA an den Start zu gehen.


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