ADAC GT Masters - Schütz: Nullnummer nach Reifenplatzer und Strafe

Einmal Himmel und Hölle in 60 Minuten

Das Team von Schütz Motorsport und vor allem Christian Engelhart mussten beim vorletzten Lauf des Jahres eine bittere Pille schlucken.

Motorsport-Magazin.com - Auf Siegkurs liegend platzte am Porsche 911 GT3 R des Rennstalls wenige Minuten vor Schluss ein Reifen — und damit alle Hoffnungen auf den Sieg. Trotz des Rückschlags blickt die Mannschaft rund um Christian Schütz optimistisch dem Finalrennen am Sonntag entgegen.

Alles lief super für die Titelanwärter und vierfachen Laufsieger der Saison 2012. Nach einem packenden Duell mit der Konkurrenz von BMW deutete alles auf Saisonsieg Nummer 5 hin. "Mir gelang ein guter Start. Ich konnte die Pole-Position in die Führung ummünzen und setzte mich anschließend etwas von Claudia Hürtgen ab", blickt Christian Engelhart zurück.

Ich konnte es einfach nicht fassen.
Sean Edwards

Auch die zweite Rennhälfte, in der Sean Edwards am Steuer saß, stand ganz im Zeichen des Teams Geyer & Weinig EDV-Unternehmensberatung // Schütz Motorsport. Der Brite spielte nach einem perfekt getimten Boxenstopp all seine Erfahrung aus. Souverän behauptete der 25-Jährige die Führungsposition vor BMW-Pilot Dominik Schwager. Wenige Minuten vor dem Rennende dann der Schock: Ein Reifenschaden am 911er des Rennstalls aus Bobenheim-Roxheim.

"Ich konnte es einfach nicht fassen", war Sean Edwards zutiefst enttäuscht. "Glücklicherweise konnte ich noch die Box ansteuern, um das Rad wechseln zu lassen." Trotz des unplanmäßigen Stopps gelang es dem Wahlmonegassen, die Ziellinie noch als Neunter zu überqueren. Edwards und Engelhart hätten damit immerhin noch zwei Punkte für die Meisterschaft eingefahren — wegen eines Fehlers beim Boxenstopp wurde das Team im Nachhinein jedoch mit einer 30-sekündigen Zeitstrafe belegt. Der kaputte Reifen soll von der Mannschaft nicht rechtzeitig in die Box gelegt worden sein.

Teamchef Christian Schütz war nach den Geschehnissen natürlich alles andere als positiv gestimmt: "Es ist doch offensichtlich, dass der Reifenhersteller ein Problem hat. Sechs Reifenschäden im heutigen Rennen sind ein Indiz dafür, dass hier falsche Entscheidungen getroffen wurden. Auch unsere nachträgliche Strafe, die uns zwei Punkte gekostet hat, ist mir ein Dorn im Auge. Ähnliche Situationen bei der Konkurrenz wurden in der Vergangenheit nicht geahndet."

Im Hinblick auf den Meisterschaftskampf wirkt sich die Nullnummer des Teams Geyer & Weinig EDV-Unternehmensberatung // Schütz Motorsport nur bedingt aus. Weil die Konkurrenten von Corvette und Mercedes ebenfalls ausschieden, bleibt der Punktestand wie folgt: Die Corvette-Piloten Diego Alessi und Daniel Keilwitz führen mit 151 Punkten weiterhin die Wertung an. Christian Engelhart folgt mit 144 Zählern auf Rang zwei vor dem Mercedes-Duo Sebastian Asch / Maximilian Götz (142). "Alles ist noch möglich, auch wenn wir am Sonntag nur von Platz neun ins Rennen gehen. Wir kämpfen bis zum Schluss", so Christian Engelhart.


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