ADAC GT Masters - Callaway wieder in der Eifel

Revanche am Ring

Auf dem Nürburgring könnte es zur Vorentscheidung im Meisterschaftskampf des ADAC GT Maters kommen. Diego Alessi und Daniel Keilwitz sind noch in Schlagdistanz.

Motorsport-Magazin.com - Zweite Chancen sind im Motorsport eher selten. Am Wochenende kommt es am Nürburgring allerdings zur Revanche. Das ADAC GT Masters startet zum zweiten Mal in der aktuellen Saison in der Eifel und gibt Callaway Competition damit noch die Gelegenheit, auf ein gutes Ergebnis auf dem Nürburgring in dieser Saison. Nach dem das erste Rennwochenende im Juli auf dem Nürburgring bei Dauerregen vollends ins Wasser fiel, wollen die Titelaspiranten Diego Alessi und Daniel Keilwitz sich in ihrer von Callaway Competition in Leingarten bei Heilbronn entwickelten und gebauten Corvette Z06.R GT3 vor dem Finale am Monatsende in eine gute Ausgangsposition fahren. In einer zweiten Corvette hoffen Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen und "Nürburgring-Spezialist" Andreas Wirth auf einen Podiumsplatz.

Der Titelkampf ist noch vollkommen offen, denn bei 25 Punkten, die es für den Sieg gibt, ist ein Vorsprung von 29 Punkten auch schnell wieder verloren
Daniel Keilwitz

Vier Rennen sind noch zu fahren, 29 Punkte liegen Diego Alessi und Daniel Keilwitz in ihrer Corvette hinter dem Tabellenführer in einem Porsche. 100 Punkte werden an die Sieger der noch ausstehenden vier Rennen vergeben. "Der Titelkampf ist noch vollkommen offen, denn bei 25 Punkten, die es für den Sieg gibt, ist ein Vorsprung von 29 Punkten auch schnell wieder verloren", sagt Daniel Keilwitz. "Diese Erfahrung mussten wir in dieser Saison auch schon einmal machen. Und gerade am Nürburgring dürften es die Porsche-Teams schwer haben, denn die haben nach ihren Erfolgen in den vorherigen Rennen nun einiges an Ballast an Bord. Uns hingegen sollte der Nürburgring liegen, denn anders als im Juli beim ersten Rennen fahren wir nun die lange Streckenvariante. Gerade die Bergauf-Passagen sollten unserer Corvette entgegenkommen."

Wie man auf dem Nürburgring im ADAC GT Masters zum Sieg fährt, weiß niemand besser als Andreas Wirth, der sich mit Heinz-Harald Frentzen die Roller-Corvette teilt. Auf dem Nürburgring fuhr Wirth bisher bereits vier Siege ein. "Nach viel Pech in den letzten Rennen wage ich nun aber keine Prognose mehr", ist Wirth vor dem Rennen in der Eifel zurückhaltend. "Wir hatten aber zuletzt sehr viele positive Tendenzen und waren schnell, auf dem Nürburgring gilt es nun, dies in einen Podiumsplatz umzumünzen."

Heinz-Harald Frentzen begeht in der Eifel sein zweites Heimspiel - Foto: ADAc GT Masters

Callaway Competition-Teamchef Ernst Wöhr hofft, dass die harte Arbeit der letzten Wochen mit einem guten Ergebnis belohnt wird. "Die Corvette wurde beim Rennen auf dem Lausitzring erheblich beschädigt, damit hatten wir einiges an Arbeit. Aber wir haben parallel auch weiter an unserer Corvette gearbeitet und konnten bei Tests auch noch ein, zwei Details im Bereich der Elektronik aussortieren, die sich deutlich bei der Zuverlässigkeit unserer Corvette bemerkbar machen werden. Ich bin zuversichtlich, dass sich Diego und Daniel auf dem Nürburgring in eine gute Position für das Finale in Hockenheim fahren können. Wir haben immerhin in der Vergangenheit auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings bereits drei Läufe des ADAC GT Masters gewonnen. Im Juli beim ersten Auftritt auf dem Nürburgring war die Feinabstimmung der Traktionskontrolle bei nassen Bedingungen noch nicht perfekt. In diesem Punkt haben wir aber hart gearbeitet und ich erwarte, dass wir auf dem Nürburgring jetzt bei allen Witterungsbedingungen gut gerüstet sind."

In Kooperation mit Toni Seiler Racing bringt Callaway Competition zwei weitere Corvette Z06.R GT3 für Toni Seiler/Frank Kechele und Remo Lips/Frank Schmickler an den Start. Der zweifache Amateurchampion Seiler liegt nach zwei Siegen in drei Rennen bei den Amateuren als Dritter in aussichtsreicher Position in der Amateurwertung, der Kölner Frank Schmickler freut sich am Nürburgring auf sein Heimspiel.


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