Motorsport-Magazin.com - Der Red Bull Ring - eigentlich die perfekte Strecke für den leistungsstarken Chevrolet Camaro GT3. Mit 4,326 Kilometern sowie fünf Rechts- und zwei Linkskurven ist der Kurs in der Steiermark der schnellste im diesjährigen Rennkalender der ADAC GT Masters und damit für das 650 PS starke "Monster-Muscle-Car" im Grunde wie gemacht. Doch leider sorgten technische Probleme, ein unverschuldeter Crash und zahlreiche Safety-Car-Phasen dafür, dass der Camaro nur im hinteren Drittel liegend die Zielflagge sah.
Es war das fünfte Rennwochenende im Kalender der ADAC GT Masters, das am vergangenen Wochenende am österreichischen Red Bull Ring ausgetragen wurde. Der Speed-Way sollte für Maximilian Sandritter und sein Team YACO Racing powered by Jochen Schweizer die lang ersehnte Wende bringen und das PS-Wunder an die Spitze katapultieren. Doch bereits am Freitag zeigten sich erste technische Probleme. "Die Bremsen werden nach kurzer Zeit so heiß, dass das Auto nur schwer lenkbar ist. Dadurch müssen wir deutlich früher auf die Bremse gehen als die Konkurrenz. Wir verlieren so pro Runde circa fünf Zehntel. Leider konnten wir das Problem bis zum Qualifying nicht lösen und müssen jetzt von den Positionen 35 und 33 starten", so Sandritter nach dem Qualifying.
Somit stand der Startplatz für das Youngster-Team Sandritter und Geipel am Samstag mit Platz 35 fest. Philip Geipel startete nach vier Rennen Pause bei 17 Grad Außen- und 18,7 Grad Asphalt-Temperatur als Erster ins Rennen. Er erwischte einen guten Start und konnte den Camaro gut pushen und so gleich zu Beginn im Kampf um die Positionen einige Male als Sieger hervorgehen. Durch zwei Safety-Car-Phasen konnte er im weiteren Rennverlauf nicht mehr attackieren und musste den Camaro auf Platz 28 liegend an seinen Teamkollegen Maximilian Sandritter übergeben. Der junge Raublinger kam sehr gut ins Rennen und fand schnell zu seiner Ideallinie. Nachdem er sich nach und nach an seine persönliche Bestzeit herangearbeitet hatte, krachte ihm ein Fahrerkollegen ins Heck und beförderte Sandritter auf direktem Weg ins Kiesbett. Der junge Raublinger musste sich daraufhin auf Position 30 wieder ins Feld einordnen und konnte das Rennen schlussendlich auf Platz 27 beenden. "Wir hatten in diesem Rennen ziemlich viel Pech. Erst konnte Philip durch die vielen Safety-Car-Phasen nicht angreifen und dann wurde ich unsanft von hinten angeschoben und konnte nur noch ins Kiesbett ausweichen. Mehr als Position 27 war heute einfach nicht möglich", so der junge Camaro-Pilot.
Im Sonntagsrennen ging es für Maximilian Sandritter von Startplatz 33 in den zehnten Wertungslauf der ADAC GT Masters. Der Youngster erwischte einen sehr guten Start und war nach nur acht Runden auf Position 21 vorgefahren, bis sich die Heckklappe des Camaro wie ein Segel im Wind aufstellte und den Camaro zusätzlich bremste. Trotz dieses Defekts konnte der junge Camaro-Pilot eine weitere Position gut machen und sich noch vor dem Fahrerwechsel auf Position 20 festsetzen. Um den Defekt beheben zu lassen und mit dem Camaro wieder voll angreifen zu können, entschied sich Maximilian Sandritter zu einer frühen Übergabe an seinen Teamkollegen und kam bereits kurz nach Öffnen des Boxenstopp-Fensters in die Box. Ein Elektronik-Problem beim Wechsel machte das bis dahin so aussichtsreiche Ergebnis dann zunichte. Der Motor ging aus und ließ sich nicht gleich wieder starten. Auch die Heckklappe ließ sich nicht so schnell reparieren, sodass das Youngster-Team rund 20 Sekunden in der Box verlor und Philip Geipel sich mit immer noch defekter Heckklappe und ausgefallener Servolenkung auf Position 28 wieder ins Feld einordnen musste. Trotz dieser Handicaps kämpfte sich Philip Geipel durchs Feld bis auf Position 24 vor, musste dann jedoch das Rennen hinter dem Safety-Car beenden. "Ich habe einen Traum-Start erwischt und konnte mich dann Stück für Stück nach vorne arbeiten. Ohne die defekte Heckklappe, den verkorksten Boxenstopp und die ausgefallene Servolenkung wäre sehr viel mehr drin gewesen", so Sandritter nach den Wertungsläufen neun und zehn.