ADAC Formel Masters - Slovakiaring: Der Start in die zweite Saisonhälfte

Schiller Motorsport will an gute Leistungen anknüpfen

Nachwuchs-Rennserie gastiert auf dem Slovakiaring. Fabian Schiller nimmt Kurs auf die Top-Five der Fahrerwertung. Nico Menzel will Punktestand verbessern.

Motorsport-Magazin.com - Neun lange Wochen hat in diesem Jahr die Sommerpause für die Piloten des ADAC Formel Masters gedauert, doch am kommenden Wochenende startet nun endlich auch die beliebte Nachwuchs-Rennserie des größten europäischen Automobilclubs in ihre zweite Saisonhälfte. Nach den Rennen auf dem Red-Bull-Ring in der österreichischen Steiermark steht ein weiteres Auslandsgastspiel auf dem Programm, denn vom 8. bis 10. August ist der Slovakiaring bei Bratislava, dem ehemaligen Preßburg, der Austragungsort für das nächste Aufeinandertreffen der mehr als 20 Teilnehmer aus acht Nationen.

Auch das Siegburger Team Schiller Motorsport macht sich nach der Premierenveranstaltung 2013 im Rahmen des ADAC GT Masters ein weiteres Mal auf die mehr als 1.000 km lange Reise in die Südwest-Slowakei, wo in dem kleinen Ort Orechová Potôn im Donautiefland erst im Oktober 2009 die einzige permanente Rennstrecke des osteuropäischen Staates eröffnet worden ist.

Anspruchsvoller Kurs

Fabian Schiller, der Förderpilot der Deutsche Post Speed Academy, und sein Teamkollege Nico Menzel freuen sich ganz besonders auf dieses Rennwochenende, denn es erwartet sie ein mit 5,922 km außergewöhnlich langer und vor allem sehr vielseitiger Kurs. Insgesamt 14 ebenso schnelle wie technisch anspruchsvolle Kurven gilt es in jeder Runde zu meistern, darüber hinaus sorgen vier künstlich errichtete Erhöhungen, die sogenannten "Horizonte", für zusätzliche Abwechslung und haben dem Slovakiaring den Ruf einer echten Fahrerstrecke eingebracht.

In den drei Wertungsläufen werden wieder maximal 65 Punkte vergeben und sowohl Nico Menzel als auch Fabian Schiller wollen alles daran setzen, mit guten Platzierungen ihren Punktestand aufzubessern. Bis jetzt konnte Menzel, der von der ADAC-Stiftung Sport unterstützt wird, an den ersten vier Rennwochenenden insgesamt 20 Zähler auf seinem Konto verbuchen und liegt damit auf dem elften Rang in der Fahrerwertung. Fabian Schiller, der bereits 79 Punkte gesammelt hat, liegt aktuell auf Rang sieben, wobei ihn nur zwölf Punkte von den "Top-Five" trennen. In der Teamwertung wird Schiller Motorsport weiterhin mit großem Abstand auf die Verfolger an der vierten Position notiert.

Das Wochenende

Bereits am Freitag Nachmittag um 14:20 Uhr nehmen die Fahrerinnen und Fahrer des ADAC Formel Masters den Kurs zu einem 45-minütigen freien Training unter die Räder, bevor es am Samstag Morgen ab 10:35 Uhr im Qualifying um die besten Startplätze geht. Rennen eins findet dann bereits am gleichen Tag um 14:30 Uhr statt, die beiden anderen Wertungsläufe starten am Sonntag um 10:40 Uhr und um 14:30 Uhr.

Fabian Schiller:
Im vergangenen Jahr war der Slovakiaring für uns alle Neuland, aber jetzt gehöre ich zu den Piloten, die zumindest schon auf die Erfahrung eines Rennwochenendes zurückgreifen können. Die Streckenkenntnis ist extrem wichtig, wenn es darum geht, im Kampf um eine gute Startposition noch die eine oder andere Zehntelsekunde zu finden. Ich hoffe, wir können an die positive Entwicklung vom Red-Bull-Ring anknüpfen und uns weiter verbessern. Wir wollen auf jeden Fall um Podestplätze mitfahren! In den Rennen kann durch die langen Geraden viel passieren. Es wird bestimmt eine Menge spannende Windschatten-Duelle und harte Zweikämpfe geben!

Nico Menzel:
Die Strecke ist extrem lang und trotz der vielen Vollgasanteile benötigt man für eine Runde über zwei Minuten. Trotzdem zählt im Qualifying wie immer jedes Tausendstel. Zudem ist die Piste mit vielen schnellen Kurven und weitläufigen Kiesbetten ausgestattet, was bei einem Ausrutscher anders als bei asphaltierten Auslaufzonen einen erheblichen Zeitverlust bedeutet. Neben den strukturellen Raffinessen spielt auch das Wetter eine bedeutende Rolle. Wie ich aus dem letzten Jahr und aus dem Vortest weiß, ist es meist mit Temperaturen an die 40 Grad extrem heiß, was nicht nur für den Fahrer eine Herausforderung ist sondern auch große Auswirkungen auf die Reifen hat.


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