ADAC Formel 4 - Aufregendes Finale für Marylin Niederhauser

Treffen mit Christina Surer

Marylin Niederhauser feierte in Hockenheim ihr Comeback in der ADAC Formel 4. Trotz super Ausgangsposition im Qualifying-Rennen fehlt das Glück.

Motorsport-Magazin.com - Zum großen Finale der zweiten Saison der ADAC Formel 4 kehrte Marylin Niederhauser ins Renngeschehen zurück. Mit Lechner Racing ging sie auf dem Hockenheimring an den Start. Die Zusammenarbeit mit ihrem neuen Team funktionierte auf Anhieb. Im Qualifying-Rennen startete die Schweizerin aus der zweite Reihe und schien sicher qualifiziert für die drei Wertungsläufe, bis ein Zwischenfall ihr Wochenende vorzeitig beendete.

Marylin, du bist beim Saisonfinale der ADAC Formel 4 mit Lechner Racing an den Start gegangen. Wie hat die Zusammenarbeit geklappt?
Absolut super! Ich bin vom ersten Moment an sehr herzlich im Team aufgenommen worden. Lechner Racing ist ein extrem professionelles Team und jeder Handgriff sitzt perfekt. Ich bin dem Team und Robert Lechner sehr dankbar, dass ich zusammen mit ihnen das Saisonfinale bestreiten durfte. Ich habe durch die Zusammenarbeit sehr viel gelernt und Fortschritte erzielt.

Du hattest eine längere Rennpause. Wie hast du dich auf das Wochenende in Hockenheim vorbereitet?
Wir haben gemeinsam ein paar Testtage absolviert. Dazu waren wir auf dem Slovakiaring in der Slowakei, auf dem Wachauring in Österreich und schließlich in Hockenheim. Ich habe während dieser Zeit sehr viele neue Erkenntnisse gewonnen und bin sehr eng mit dem Team zusammengewachsen. Natürlich hätte ich gerne noch mehr getestet, aber das war leider zeitlich nicht möglich.

Am Rennwochenende selbst war anhand der Zeiten eine Steigerung zu erkennen. Wieso lief es am Ende dennoch nicht wie erhofft?
Ich habe mich im Auto sehr wohlgefühlt und hatte von Anfang an einen guten Rhythmus. Nach einer so langen Pause, musste ich aber erst wieder in den Renntrimm finden. Die Ausgangslage für das Qualifikationsrennen war mit Rang vier optimal. Das Rennen fand im Regen statt und ich war sehr zufrieden mit meinen Zeiten. Ich konnte die Pace meiner Vordermänner mitgehen und alles lief gut. Leider kam ich in einer Kurve etwas zu weit auf den Kerb, das Heck ist ausgebrochen und ich rutschte von der Strecke. Damit war mein Wochenende leider vorzeitig beendet.

Dafür gab es ein anderes Highlight am Wochenende. Du hattest die Gelegenheit, die ehemalige Schweizer Rennfahrerin Christina Surer zu treffen...
Das war wirklich super! Christina ist schon lange mein Vorbild. Ihr ist es gelungen, als Frau im Motorsport Erfolge zu erzielen, sich gleichzeitig weiterzuentwickeln und auch als Model und Moderation erfolgreich zu arbeiten. Ich würde mir wünschen, eines Tages ihren Karriereweg einzuschlagen. Es war sehr interessant, sich mit ihr auszutauschen und sie hat mir auch ein paar Tipps gegeben. Sie ist trotz ihrer Bekanntheit sehr bodenständig geblieben und unsere Unterhaltung hat mir großen Spaß gemacht.

Deine zweite Saison in der ADAC Formel 4 ist nun beendet. Wie fällt deine Bilanz aus?
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mir mehr erhofft hatte. Die Testfahrten vor der Saison verliefen sehr vielversprechend. Ich habe im Vergleich zu meiner Debütsaison Fortschritte erzielt, aber nicht so große wie erhofft. Die unruhige Situation im Hintergrund und schließlich der Teamwechsel waren leider auch nicht hilfreich für meine Entwicklung. Trotzdem bin ich glücklich, dass ich mit Lechner Racing zusammen einen schönen Saisonabschluss hatte und blicke nun schon auf die kommende Saison.

Du gibst das Stichwort: Wie geht es für dich 2017 weiter?
Die Planungen laufen auf Hochtouren und ich möchte auf jeden Fall auch kommende Saison im Motorsport aktiv bleiben. Alles kann ich natürlich noch nicht verraten, aber zumindest so viel: Ich orientiere mich in Richtung Tourenwagen- oder GT-Sport. Ich habe aktuell mehrere Rennserien und Teams Hinterkopf und sobald meine Pläne final sind, werde ich das natürlich mitteilen.


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