Das Rennwochenende von Sepang mag zwar bereits fünf Tage zurückliegen, doch ganz vorbei ist es anscheinend nicht. Denn wie Autosport berichtet, will das britische Team gegen den Sieg der deutschen Mannschaft im Hauptrennen Protest einlegen. Grund dafür ist, dass Nico Hülkenberg bei seinem Boxenstopp der Motor ausging und ihn danach nur deswegen wieder anbekam, weil ihn seine Mechaniker anschoben. Dadurch verlor Deutschland sehr wenig Zeit und Hülkenberg gewann das Rennen komfortabel vor Robbie Kerr im britischen Wagen.

Die Briten hatten bereits am Renntag selbst protestiert, aber dieser Protest wurde abgewiesen, da sie ihn einbrachten, als bereits mehr als 30 Minuten von jenem Zeitpunkt verstrichen waren, an dem die Ergebnisse veröffentlicht wurden. "Der einzige Grund warum wir unseren Protest so spät einlegen ist, dass wir von drei Mitgliedern der A1 gesagt bekamen, dass die Stewards sich damit beschäftigen. Wir werden das verfolgen, weil die Regeln nicht mit Respekt behandelt wurden. Das ist eine große Meisterschaft und es geht um viel", sagte der Koordinator des britischen Teams, Paul Anthony.

Die Regel, worauf sich die Briten beziehen lautet aus dem englischen Übersetzt so: "Eine zusätzliche Vorrichtung, die zeitweise am Auto befestigt wird, darf nur in den Boxen oder in der Startaufstellung zum Starten des Motors verwendet werden." Daraus schloss das Team, dass man auf keine andere Art und Weise das Auto starten darf.

Die Stewards selbst sind der Ansicht, dass der elektrische Starter nur in der Box und in der Startaufstellung verwendet werden darf, das Auto aber mit anderen Methoden angelassen werden kann. John Wickham, der General Manager der A1GP, meinte dazu: "Wir erlauben es, dass die Autos in der Startaufstellung und auf der Strecke (wozu auch die Boxen gehören) per Anschieben gestartet werden. Die Stewards haben sich der Sache angenommen und entschieden, dass es keinen Fall gab." Sieht also so aus, als ob sich die Stewards bereits damit beschäftigt hätten und der Protest der Briten im Sande verlaufen wird.