24 h Nürburgring - GT3-Fahrzeuge sollen für 2017 eingebremst werden

Rundenzeiten auf der Nordschleife sollen wieder ansteigen

Von den immer schnelleren Rundenzeiten haben die Regelhüter genug. Beim 24h-Rennen am Nürburgring 2017 sollen die Autos wieder langsamer werden.
von

Motorsport-Magazin.com - Es ist ein leidiges Thema: der immer höher werdende Speed der GT3-Fahrzeuge und die damit verbundenen immer weiter sinkenden Rundenzeiten auf der Nordschleife. Die Organisatoren des 24h-Rennens verkündeten nun, dass dieser Trend gestoppt werden soll. Zusammen mit den Herstellern arbeitet man an neuen Regelvorgaben, um die Rundenzeiten wieder leicht ansteigen zu lassen.

Alle sind der Meinung, dass ein technisches Wettrüsten in der GT3-Kategorie die Autos auf Dauer gesehen zu schnell für die Nordschleife machen könnte.
Rennleiter Walter Hornung

"Die Nürburgring-Nordschleife ist eine Strecke, die einem Piloten alles abverlangt. Alle Beteiligten sind der übereinstimmenden Meinung, dass ein technisches Wettrüsten in der GT3-Kategorie dem nicht nur entgegenlaufen würde, sondern auch die Fahrzeuge auf die Dauer gesehen zu schnell für die Nordschleife machen könnte. Unser Bestreben ist deshalb, die Rundenzeiten der Top-Teams durch technische Vorschriften in einem vernünftigen Rahmen zu halten", gab Rennleiter Walter Hornung in der Presseaussendung zu verstehen.

24h Nürburgring 2016: Die Höhepunkte des Rennens: (05:32 Min.)

Unfassbare Rundenzeiten-Entwicklung auf der Nordschleife

Noch ist nicht klar, wie die Zeiten der GT3-Boliden wieder ansteigen sollen. Doch ein Blick auf die Rundenzeiten-Entwicklung auf der Nordschleife gibt Hornung Recht. In diesem Jahr wurde bei den VLN-Rennen im Qualifying regelmäßig die magische 8-Minuten-Marke geknackt. Die Pole-Zeit sank im Laufe der Saison 2016 von 7:59.746 (VLN3, Müller/Wittmann/Krohn, BMW M6 GT3) bis auf unfassbare 7:53.375 (VLN8, Krognes/Krohn/Bouveng, ebenfalls BMW M6 GT3). Höchste Zeit also, diesen gefährlichen Trend wieder umzukehren, auch wegen der relativ geringen Sicherheitsstandards auf der Nordschleife.

Entwicklung der Pole-Zeiten auf der Nordschleife:

VLN (Saison 2016)24h-Rennen (2011 - 2016)
8:06.097 (Audi, VLN1)8:23.764 (Ferrari, 2011)
7:59.746 (BMW, VLN3)8:18.382 (BMW, 2012)
7:57.161 (Audi, VLN5)8:17.212 (Audi, 2013)
7:56.642 (BWM, VLN6)8:10.921 (McLaren, 2014)
7:54.497 (Mercedes, VLN7)8:17.394 (BMW, 2015)
7:53.375 (BWM, VLN8)8:14.515 (Mercedes, 2016)

Auch ein Blick auf die Rundenzeiten auf der etwas längeren 24h-Variante der Nürburgring-Nordschleife treibt den Organisatoren die Sorgenfalten auf die Stirn. Denn schon im Jahr 2014 kratzten die GT3-Fahrzeuge an der magischen Marke von 8:10 Minuten. Die Pole-Setter Estre/Kox/Mullen/Bert im Dörr-McLaren zauberten eine sagenhafte Zeit von 8:10.921 in den Asphalt, 2016 lag die Pole-Zeit bei immer noch verdammt schnellen 8:14.515. Es bleibt abzuwarten, was sich die Regelhüter vom ADAC Nordrhein einfallen lassen, um diesem Trend entgegen zu wirken.


Weitere Inhalte:

Wir suchen Mitarbeiter