24 h Nürburgring - Haribo-Porsche: Keine Belohnung für gutes Rennen

Ausfall nach Berührung

Trotz Anwesenheit des Obergoldbären Gottschalk: Die Haribo-Truppe hatte Pech beim 24-Stunden-Rennen. Da half letztlich auch mehr Luft für den Porsche nicht.

Motorsport-Magazin.com - Der Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife endete für das Haribo Racing Team vorzeitig. Fünfeinhalb Stunden bevor am Nürburgring die Zielflagge für das 24-Stunden-Rennen fallen sollte, strandete der Goldbären-Porsche am Rand der längsten Rennstrecke der Welt: Bei einem Überholvorgang nach der legendären Beton-Steilkurve "Caracciola-Karussell" berührte ein langsameres Fahrzeug den Elfer, der in einen Dreher gezwungen wurde. Beim anschließenden Leitplankenkontakt wurde der Langstrecken-Porsche so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Besonders bitter: Als zweitbeste Porsche-Mannschaft im gesamten Feld lagen Norbert Siedler, Jörg Bergmeister, Mike Stursberg und Hans Guido Riegel zum Zeitpunkt des Ausfalls an Gesamtposition sieben und damit perfekt im Plan.

"Das ist ganz schön bitter", fasste Mike Stursberg kurz nach dem Ausfall zusammen. "Achtzehneinhalb Stunden konnten wir uns aus allen großen Zwischenfällen heraushalten, hatten eine Top-Performance und waren auf dem Weg, eine tolle Platzierung nach Hause zu fahren." Das Haribo Racing Team hatte zuvor eine tolle Aufholjagd hingelegt. Denn im Qualifying war der schwarze GT3 nicht über den 23. Platz hinaus gekommen. Die Leistungsunterschiede auf die anderen GT3-Fahrzeuge hatten sich als so bedeutend herausgestellt, dass die versammelte Porsche-Fraktion nur die Heckleuchten der Konkurrenz sah: Platz 19 für den besten Porsche, Haribo als drittbestes Team mit einem 911 GT3 R zwei Startreihen dahinter: So weit zurück lagen die Zuffenhausener Modelle selten zuvor. Die Technik-Experten der Veranstalter hatten jedoch ein Einsehen und sprachen den Porsche-Teams einen größeren Luftmengenbegrenzer zu, der die Leistung deutlich verbesserte. Auch wenn keine Zeit für eine sorgfältige Abstimmung mit der Mehrleistung blieb, zeigte die Maßnahme im Rennen doch Wirkung: Haribo konnte im turbulenten Geschehen das Tempo mitgehen und sich sukzessive nach vorne arbeiten. Gegen 10 Uhr am Sonntagmorgen war schließlich der siebte Platz erreicht, als das Team von der Ausfallmeldung überrascht wurde.

Der Blick geht nach vorne

Die Bilanz des Wochenendes fiel trotz des bitteren Ausfalls nicht völlig negativ aus. Auch, wenn der Höhepunkt des Jahres ohne zählbares Ergebnis blieb. "Wir sind eine Mischung aus Profi- und Amateurfahrern", fasste Mike Stursberg zusammen. "Unser Ziel, in die Top Ten zu fahren, war deshalb sehr optimistisch. Aber es ist toll, dass wir es so weit nach vorne geschafft haben. Jetzt blicken wir nach vorne, trinken heute Abend ein Bier, essen ein paar Goldbären und treten dann beim nächsten VLN-Lauf wieder an."

Zahlreiche Aktivitäten beim Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife

Abseits der Rennstrecke war das Wochenende allerdings ein voller Erfolg: Vor den voll besetzten Zuschauerrängen der längsten Rennstrecke der Welt hatte Haribo vor dem Start ins Rennen einen historischen Bus in der Lackierung des Bonner Unternehmens auf die Reise geschickt. Als Fahrgäste des frisch fertiggestellten historischen Prachtstücks grüßte neben dem Goldbären auch Stargast Thomas Gottschalk die Fans, der das Haribo Racing Team am Nürburgring besuchte. Der Showmaster drückte den vier Piloten in der Startaufstellung die Daumen und ging sogar live auf Sendung: Vor der Startphase saß er gemeinsam mit den Streckensprechern am Mikrofon von "Radio Nürburgring", das rund um den Kurs als Streckenfunk ausgestrahlt wird. Auch der Haribo-Truck auf der Fanmeile war immer wieder dicht umlagert. Hier konnten die Besucher Entertainment und Information erhalten - und natürlich Autogramme der vier Haribo-Piloten.


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