24 h Nürburgring - Pole-Position für Dörr Motorsport

McLaren erneut an der Spitze

Dörr Motorsport hat sich die Pole-Position für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring geschnappt. Kevin Estre drehte die schnellste Runde des Tages.
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Motorsport-Magazin.com - Kevin Estre, Sascha Bert, Tim Mullen und Peter Kox starten beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring von der Pole-Position. Das Quartett im McLaren MP4-12C GT3 von Dörr Motorsport überzeugte in einem spannenden Top-30-Qualifying mit der besten Runde der Session. Mit einer Rekordzeit von 8:10.921 Minuten schnappte sich McLaren-Werksfahrer Kevin Estre die Bestzeit. Auf dem zweiten Rang landete der BMW Z4 GT3 von Maxime Martin, gefolgt von Christian Mamerow im Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing.

Dennis Busch ging im Audi R8 LMS ultra von Twin Busch Motorsport als Erster auf Zeitenjagd, gefolgt von Norbert Siedler im Haribo-Porsche sowie Dirk Werner im BMW Z4 GT3 von Schubert Motorsport. Rudi Adams, als vierter Pilot in das Top-30-Qualifying gestartet, ließ bereits aus der Aufwärmrunde einige Autos passieren und kreuzte schließlich auf der siebten Position die Ziellinie.

Als Busch nach der ersten Runde über die Linie kam, blieb die Zeit bei 8:30.315 Minuten stehen - zu langsam. Der Reihe nach zogen die übrigen Piloten am Audi-Fahrer vorbei: erst Norbert Siedler, wenig später auch Dirk Werner und Marc Basseng. Dann kam Kevin Estre: Der McLaren-Pilot knallte in 8:10.921 Minuten eine neue Bestzeit auf den Asphalt.

Während der Nissan GT-R GT3 von Schulze Motorsport am Ende des Feldes im Bereich der Quiddelbacher Höhe ausrollte, zeigte sich die McLaren-Konkurrenz chancenlos. Weder Maxime Martin im BMW Z4 GT3 von Marc VDS, noch Nordschleifen-Spezialist Frank Stippler konnten die Bestzeit des schnellen Franzosen toppen. Mit einem Respektabstand von 3.491 Sekunden folgte Christian Mamerow zunächst auf der zweiten Position.

Selbst die zweite gezeitete Runde änderte an der Spitzenposition nichts mehr. Zwar konnte sich Maxime Martin im BMW Z4 GT3 von Marc VDS noch bis auf 2.576 Sekunden an die Zeit von Kevin Estre heranschieben, vorbei kam jedoch kein Pilot mehr. Auch der Franzose legte nicht mehr nach und schonte seine Reifen mit einem langsamen Auslaufrunde für das morgige Rennen. Kevin Estre, Sascha Bert, Tim Mullen und Peter Kox werden das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring somit von der Pole-Position aus in Angriff nehmen.

Auf dem zweiten Rang landete der BMW Z4 GT3 von Marc VDS. Maxime Martin, der das 24h-Rennen gemeinsam mit Uwe Alzen, Marco Wittmann und Jörg Müller bestreitet, lag bereits 2.576 Sekunden hinter Estre. Christian Mamerow landete im Phoenix-Audi auf Position drei.

Ich denke, wir haben morgen Dank unseres zuverlässigen Wagens gute Chancen auf den Sieg.
Kevin Estre

Der Ferrari F458 Italia GT3 von GT Corse by Rinaldi Racing steuerte bereits nach der ersten Runde die Box an. "Wir können nicht schneller fahren und sind mit Platz 29 voll und ganz zufrieden", verriet Alexander Mattschull. "Deshalb habe ich keine zweite Runde absolviert."

Mit seiner Pole-Runde stellte Kevin Estre einen neuen Rundenrekord für das 24-Stunden-Rennen auf. "Auf der Grand-Prix-Strecke hat sich unser Auto schwer angefühlt, aber auf der Nordschleife war es viel besser", berichtete ein zufriedener Franzose. "Ich hatte zwar etwas untersteuern, was aber nicht so viel ausgemacht hat. Das Team hat super gearbeitet. Ich denke, wir haben morgen Dank unseres zuverlässigen Wagens gute Chancen auf den Sieg. Aber das Rennen wird sehr, sehr lange - wir werden sehen."

Für Rowe Racing endete das Top-30-Qualifying auf den Positionen 14 und 16. "Wir konnten heute Morgen nicht fahren, weil wir noch ein Getriebe tauschen mussten", verriet Nico Bastian. "Ich habe alles aus dem Auto herausgeholt und versucht, die Bestzeit zu fahren. Es hat aber nicht ganz gereicht. Aber wir wissen, dass wir vorne mit dabei sein können."

Für Christian Mamerow endete das Zeittraining hingegen auf der dritten Startposition. "Das war cool. Ich hatte keinen Verkehr und konnte die Nordschleife genießen", grinste der Audi-Pilot. "Ich musste mich für die Zeit aber doch mächtig anstrengen. Die Bestzeit von 8:10 Minuten ist für uns utopisch. Unser Auto war gut, auf die Topzeit haben leider ein paar Sekunden gefehlt."

Das Ergebnis des Top-30-Qualifyings

1. Estre/Kox/Mullen/Bert, McLaren MP4-12C GT3
2. Martin/Müller/Alzen/Wittmann, BMW Z4 GT3
3. Haase/Mamerow/Rast/Winkelhock, Audi R8 LMS ultra
4. Al Faisal/Haupt/Christodoulou/Buurman, Mercedes-Benz SLS AMG GT3
5. D. Werner/Müller/Luhr/Sims, BMW Z4 GT3
6. Basseng/Fässler/Stippler/Vanthoor, Audi R8 LMS ultra
7. Bleekemolen/Simonsen/Menzel/Arnold, Mercedes-Benz SLS AMG GT3
8. Baumgartner/M. Werner/Biela/Kaffer, Audi R8 LMS ultra
9. Mücke/Turner/Lamy, Aston Martin V12 Vantage
10. Heidfeld/Buncombe/Ordonez/Strauß, Nissan GT-R Nismo GT3


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