24 h Nürburgring - Phoenix Racing bestes Audi-Team

Positionen fünf, acht und neun

Obwohl Phoenix Racing den Vorjahres-Sieg nicht wiederholen konnte, war das Meuspather Team zufrieden. Die Audis belegten die Positionen fünf, acht und neun.

Motorsport-Magazin.com - Mit dem bestplatzierten Audi R8 LMS ultra hat G-Drive Racing by Phoenix mit den Piloten Marcel Fässler, Mike Rockenfeller, Frank Stippler und Markus Winkelhock beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den fünften Platz belegt. In diesem Langstrecken-Klassiker, der wegen starker Regenfälle und auch Nebel für gut neun Stunden unterbrochen wurde, brachte Phoenix Racing unter 175 gestarteten Fahrzeugen alle drei eingesetzten Audi R8 LMS ultra in den Top 10 ins Ziel. Die Brüder Johannes und Ferdinand Stuck, Michael Ammermüller und Frank Stippler belegten im TÜV-Rheinland-Audi den achten Platz vor dem zweiten G-Drive-R8 mit Frank Biela, Christer Jöns, Luca Ludwig und Roman Rusinov.

Wir haben unsere drei Audi in den Top 10 ins Ziel gebracht, das muss man erst einmal schaffen, speziell unter diesen schwierigen Bedingungen
Ernst Moser

"Wir haben unsere drei Audi in den Top 10 ins Ziel gebracht, das muss man erst einmal schaffen, speziell unter diesen schwierigen Bedingungen. Alle Fahrer und das gesamte Team von Phoenix Racing haben eine fehlerfreie Leistung abgeliefert, darauf bin ich wirklich stolz", erklärte Teamchef Ernst Moser nach der Zieldurchfahrt.

"Natürlich hätten wir gerne unseren Vorjahressieg wiederholt und haben mit der Pole-Position und der langen Führung, teilweise Doppel-Führung, zu Rennbeginn gezeigt, dass wir gut aufgestellt waren. Im Regen und bei den sinkenden Temperaturen konnten wir dann jedoch das Tempo der starken Konkurrenz nicht ganz mitgehen. Da haben wir zurückgesteckt und sind unseren Speed gefahren. Es ist ein gutes Ergebnis, mit dem wir zufrieden sind. Unser Glückwunsch geht an Black Falcon, unsere Nachbarn im Gewerbepark in Meuspath, an Mercedes, Dunlop und natürlich alle Fahrer im Siegerteam."

Nachdem Mike Rockenfeller im Audi RS 5 DTM des Audi Sport Team Phoenix aus der Pole-Position den zweiten DTM-Lauf im englischen Brands Hatch gewonnen hatte, nahm das Team von Ernst Moser auch de 24 Stunden Nürburgring aus der Pole-Position in Angriff. Frank Stippler hatte am Samstag im #4 Audi im Top-40-Qualifying die Bestzeit auf der legendären Nordschleife erzielt. In den Anfangsstunden lag der weiß-blaue Audi lange Zeit in Führung, teilweise dicht gefolgt vom schwarz-weißen #1 Audi.

Die drei Phoenix-R8 liefen über die gesamte Distanz problemlos. Lediglich am #1 Audi musste am Sonntagabend eine Lambda-Sonde gewechselt werden, durch die Zeitneutralisation beim Re-Start nach der Unterbrechung (ca. 22.50 bis 08.00) fiel der Zeitverlust allerdings nicht ins Gewicht. Im #3 Audi blieb ein Reifenschaden bereits in der dritten Runde nach einer Kollision von Frank Biela mit einem langsamen Fahrzeug ohne Folgen, am Sonntagnachmittag verlor Luca Ludwig bei einem Dreher nach einem weiteren Kontakt der #3 mit einem langsameren Fahrzeug geringfügig Zeit.

Das war für mich ein besonderes Wochenende, zuerst Pole-Position und Sieg bei der DTM in Brands Hatch, und dann auf dem Nürburgring dieses einzigartige Rennen zu fahren
Mike Rockenfeller

Dagegen büßte die #4 am Sonntagvormittag rund eine Runde ein, als Michael Ammermüller sich auf einer Ölspur drehte und die Leitplanken touchierte, in dessen Folge eine Spurstange gewechselt und das Fahrzeug neu vermessen werden musste.

Die Stimmen der Fahrer

Marcel Fässler (CH, #1 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 5. Platz)
"Wir haben stark begonnen und waren vorne dabei, konnten dann aber bei Mischbedingungen die Pace nicht ganz mitgehen. Fahrer und Teams haben das Maximum gegeben. Es war echt hart, und es gab auch einige heikle Momente. Insofern ist es schön, dass wir ins Ziel gekommen sind. Im nächsten Jahr greifen wir auf jeden Fall wieder an."

Mike Rockenfeller (D, #1 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 5. Platz)
"Das war für mich ein besonderes Wochenende, zuerst Pole-Position und Sieg bei der DTM in Brands Hatch, und dann auf dem Nürburgring dieses einzigartige Rennen zu fahren. Ich bin dankbar, dass ich dabei sein durfte. Natürlich hatten wir uns mehr erhofft, doch unter diesen schwierigen Bedingungen haben wir einen fehlerfreien Job gemacht, und darauf können wir und das ganze Phoenix-Team stolz sein."

Frank Stippler (D, #1 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 5. Platz)
"Ich war noch nie so fit am Ende eines 24-Stunden-Rennens, es war schon ungewöhnlich kurz. Die Unterbrechung war allerdings gerechtfertigt. Wir wussten schon im Vorfeld, dass wir bei Mischbedingungen einen schweren Stand haben würden. Dass ich nicht nur den ersten Part, sondern auch den letzten Part fahren durfte, war wieder ein besonderes Erlebnis. Im Namen all unserer Fahrer möchte ich den Streckenposten für ihren unermüdlichen Einsatz danken, ebenso allen Fans, die bei diesem Wetter bis zum Schluss ausgeharrt haben."

Markus Winkelhock (D, #1 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 5. Platz)
"Das war ein schwieriges 24-Stunden-Rennen. Zwar haben wir die erfolgreiche Titelverteidigung nicht erreicht, aber mit drei Autos in den Top 10 zu landen zeugt von einer sehr guten Teamleistung. Mir hat es wieder Spaß gemacht, aber durch die kurze Renndauer war es schon ein etwas komisches 24-Stunden-Rennen."

Michael Ammermüller (D, #4 Audi R8 LMS ultra, Phoenix Racing, 8. Platz)
"Der Samstag war soweit gut für uns, wir konnten zeigen, was mit dem Audi R8 LMS ultra möglich ist. Die Unterbrechung war absolut korrekt, die Sicht war extrem schlecht. Am Sonntag habe ich mich auf Öl gedreht. Die Phoenix-Jungs haben die Spurstange super schnell gewechselt, die Runde hat am Ende jedoch gefehlt. Unter´m Strich bin ich zufrieden."

Ferdinand Stuck (A, #4 Audi R8 LMS ultra, Phoenix Racing, 8. Platz)
"Eine Top-10-Platzierung ist für uns ein gutes Ergebnis. Das haben wir auch dem Team Phoenix zu verdanken, das perfekt gearbeitet hat. Und wenn wir unter den wechselhaften Witterungsbedingungen und durch den Ausrutscher von Michael (Ammermüller) auf Öl nicht so viel Zeit verloren hätten, wären wir noch etwas weiter vorne gelandet. Ich habe einmal einen Doppelstint gefahren, der echt gut gelaufen ist. Das hat trotz der Bedingungen sogar Spaß gemacht."

Phoenix Racing brachte alle Autos ins Ziel - Foto: Patrick Funk

Frank Biela (D, #3 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 9. Platz)
"Wir hatten im Qualifying etwas verwachst, mein 18. Startplatz war nicht gut, und dann kam schon nach drei Runden der Reifenschaden hinzu. Mit dem neuen Reifensatz hat sich mein Auto dann deutlich besser angefühlt, doch mussten wir dem Rückstand immer etwas hinterherfahren. Die Bedingungen waren gerade dann, wenn es nicht richtig nass aber auch nicht trocken war, sehr schwierig. Dabei hatte ich an der Hohen Acht ein Aha-Erlebnis und bin froh, nicht eingeschlagen zu sein. So gesehen können wir froh sein, unter diesen Umständen unter den besten Zehn gelandet zu sein."

Christer Jöns (D, #3 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 9. Platz)
"Ich habe am Sonntagmorgen einen sehr langen Stint über die Maximalzeit gefahren – das war persönlicher Rekord. Jede Runde war eine echte Herausforderung, es war sehr rutschig – und trotzdem hat es Spaß gemacht. Insgesamt sind wir ja alle durch die verkürzte Distanz wenig zum Fahren gekommen, es war halt ein außergewöhnliches 24-Stunden-Rennen."

Luca Ludwig (D, #3 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 9. Platz)
"Der Samstag hat Spaß gemacht, da lief es bis auf den Reifenschaden sehr gut für uns. Der Sonntag war unter diesen Witterungsbedingungen sehr sehr schwierig. Man musste extrem vorsichtig sein. Leider habe ich in meinem letzten Stint auf dem GP-Kurs noch einen Treffer abbekommen und dabei Zeit verloren. Das war schade!"

Roman Rusinov (RU, #3 Audi R8 LMS ultra, G-Drive Racing by Phoenix, 9. Platz)
"Drei R8 unter den Top 10 ist ein schönes Ergebnis für Audi und unser neunter Platz ist auch gut. Doch unsere Startposition war nicht unbedingt vorteilhaft, dazu kam der frühe Reifenschaden in der dritten Runde, so dass wir immer aufholen mussten, was gerade auf nasser und feuchter Piste schwierig war. Ich will im kommenden Jahr wieder dabei sein, schließlich war dies ja kein richtiges 24-Stunden-Rennen."


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