24 h Nürburgring - BMW bereit für Höllen-Marathon

Es muss alles passen

BMW tritt wieder einmal mit einem Großaufgebot bei den 24 Stunden vom Nürburgring an. Die Beteiligten freuen sich auf den Klassiker in der Eifel.

Motorsport-Magazin.com - Der BMW Z4 GT3 ist bereit für seine vielleicht größte Herausforderung in der Motorsport-Saison 2012: Am kommenden Wochenende bietet die legendäre Nürburgring-Nordschleife zum 40. Mal die Bühne für das 24-Stunden-Rennen. BMW ist eng mit dieser Veranstaltung, die 1970 zum ersten Mal ausgetragen wurde, verbunden. Bis heute stehen nicht weniger als 19 Gesamtsiege in der "Grünen Hölle" zu Buche. Damit ist BMW die mit Abstand erfolgreichste Marke in der Geschichte dieses Rennens.

Für das BMW Team Schubert treten Jörg Müller, Dirk Müller und Uwe Alzen im BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 19 in der Eifel an. Gemeinsam bilden drei BMW Werksfahrer eine der erfahrensten Fahrerbesetzungen im beinahe 200 Autos umfassenden Starterfeld. Jörg Müller (2004, 2010) und Alzen (2000, 2010) konnte bisher je zwei Mal auf der Nürburgring-Nordschleife triumphieren, Dirk Müller stand 2004 ebenfalls ganz oben auf dem Siegertreppchen. Im Schwesterauto mit der Nummer 20 wechseln sich Claudia Hürtgen, Dominik Schwager, Nico Bastian und Dirk Adorf ab. Adorf ist parallel auch auf der Startnummer 19 gemeldet.

Um dieses Potenzial im Rennen jedoch in ein gutes Ergebnis verwandeln zu können, muss einfach alles perfekt passen.
Jörg Müller

"Das 24-Stunden-Rennen ist einzigartig", sagt Jörg Müller. "Jedes Jahr aufs Neue freue ich mich sehr darauf, bei diesem Klassiker dabei zu sein und die Begeisterung der Fans aus nächster Nähe zu erleben. Mit dem Sieg beim VLN-Saisonauftakt sowie der Poleposition beim dritten Lauf haben wir ganz sicher gezeigt, welch gute Basis der BMW Z4 GT3 für den Einsatz auf der Nordschleife bietet. Um dieses Potenzial im Rennen jedoch in ein gutes Ergebnis verwandeln zu können, muss einfach alles perfekt passen."

"Ich bin in der VLN Langstreckenmeisterschaft gefahren, um einen Eindruck von der Nordschleife zu bekommen", so Wittmann. "Auch Vier-Stunden-Rennen sind eine gute Basis, um sich auf den Langstreckenmarathon vorzubereiten. Es geht um die Abläufe bei den Boxenstopps, technische Dinge und das Zusammenspiel mit den Fahrerkollegen. Man versucht einfach, so viele Fehlerquellen wie möglich zu beseitigen. Wir haben ein gutes Paket. Die Vorbereitungsrennen sind positiv verlaufen. Jetzt freue ich mich sehr auf mein erstes 24-Stunden-Rennen in der Eifel."

Auch Vier-Stunden-Rennen sind eine gute Basis, um sich auf den Langstreckenmarathon vorzubereiten.
Marco Wittmann

Das BMW Team Vita4One schickt den BMW Z4 GT3 mit der Nummer 17 und den Fahrern Pedro Lamy, Mathias Lauda, Ricardo van der Ende und Frank Kechele ins Rennen. Mit der Startnummer 18 treten BMW Motorsport Test- und Entwicklungsfahrer Marco Wittmann, Jens Klingmann und Richard Göransson an. Wie Adorf beim BMW Team Schubert ist Lamy auf beiden Fahrzeugen gemeldet.

Das Privatteam von Marc VDS Racing rundet das starke BMW Aufgebot in der exzellent besetzten SP9-Klasse ab und schickt ebenfalls einen BMW Z4 GT3 an den Start. Er wird von Bas Leinders, Markus Palttala und Maxime Martin pilotiert. Unter anderem hat das Team um Michael Bartels in dieser Saison bereits in der hart umkämpften Blancpain Endurance Series triumphiert.

Es sind sehr viele GT3-Fahrzeuge dabei, die um den Gesamtsieg kämpfen können, dazu kommt sicherlich der eine oder andere Überraschungskandidat.

Insgesamt stehen 49 BMW Fahrzeuge auf der offiziellen Starterliste des 24-Stunden-Rennens. BMW Piloten sind in neun Klassen vertreten. Die meisten Rennwagen der Marke fahren in den Kategorien V4, V5 und V6: Dort kämpfen jeweils acht BMW um Top-Positionen. Die Vielfalt unter den BMW Startern ist auch in diesem Jahr beeindruckend. Knapp 20 verschiedene BMW Fahrzeugmodelle treten in der "Grünen Hölle" an.

"Das Kräfteverhältnis lässt sich nur sehr schwer vorhersagen", sagt Motorsportchef Jens Marquardt. "Es sind sehr viele GT3-Fahrzeuge dabei, die um den Gesamtsieg kämpfen können, dazu kommt sicherlich der eine oder andere Überraschungskandidat. In der Vorbereitung haben wir gesehen, dass der BMW Z4 GT3 auch auf der Nordschleife sehr gut funktioniert. Damit unsere Teams vorne mitmischen können, muss aber alles zusammenpassen. Nur, wer den Marathon ohne größere Fehler absolviert, hat Chancen auf ein Top-Ergebnis."


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