24 h von Le Mans - Toyota dominiert den Testtag in Le Mans

Porsche rennt in Probleme

Eindrucksvoller kann man die Aktivitäten in Le Mans nicht starten. Toyota belegt beim offiziellen Vortest die Top-3-Plätze. Probleme hingegen bei Porsche.
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Motorsport-Magazin.com - Der erste Punkt geht an Toyota. Beim offiziellen Vortest zu den 24h von Le Mans setzten sich die Japaner gleich mit allen drei Fahrzeugen an die Spitze. Porsche hatte vor allem an einem Fahrzeug mit dem Defektteufel zu kämpfen. Überraschend war die schon beim Test überragende Pace der neuen LMP2-Generation. In der GTE-Pro-Kategorie dominierte eine Marke das Geschehen.

Testtag zu den 24h Le Mans 2017: So lief der Vormittag

Bereits in der ersten Session über vier Stunden ließ Toyota nichts anbrennen. 20 Minuten vor Ablauf der Zeit erzielte Kazuki Nakajima im TS050 Hybrid #8 die Sessionbestzeit mit 3:20.778. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die beiden anderen Toyota. Kamui Kobayashi stellte die #7 mit einer 3:21.450 auf den zweiten Platz, gefolgt von Jose Maria Lopez (3:22.006). Porsche ließ es zwar etwas gemächlicher angehen, hatte aber bereits mit kleineren Problemen zu kämpfen.

Der 919 Hybrid #2 mit Earl Bamber am Steuer rollte auf der Strecke aus, davor mussten an diesem Wagen schon Nase und Unterboden getauscht werden. In der LMP2-Klasse fuhr Andre Negrao den Signatech-Alpine #35 mit einer 3:29.809 an die Spitze des Klassements. Dahinter reihten sich Mathias Beche (Rebellion-Oreca #13) und der Graff-Oreca #40 ein. Insgesamt fuhren in der LMP2-Klasse 13 Oreca-Fahrzeuge an die Spitze.

Corvette bestimmte das Geschehen in der GTE-Pro-Kategorie. Jan Magnussen sorgte mit einer 3:55.726 für die Bestzeit durch die Startnummer 63. Dahinter stellte Patrick Pilet den Porsche #91 auf den zweiten Platz, gefolgt von der zweiten Corvette #64. Nichts zu sehen war von Ferrari und Ford. Bei den Amateuren sorgte Matteo Cairoli für die Bestzeit des Dempsey-Proton-Porsche. Er umrundete den Kurs in Le Mans in 3:59.117.

Testtag zu den 24h Le Mans 2017: So lief der Nachmittag

Auch am Nachmittag bestimmte Toyota die Pace am Circuit de la Sarthe und sicherte sich folgerichtig die Tagesbestzeit. Kamui Kobayashi im Toyota #7 war der schnellste Fahrer des Tages mit einer Zeit von 3:18.132. Damit war der Japaner bereits fast zwei Sekunden schneller als die Pole-Zeit von 2016. 1,1 Sekunden lag der zweitplatzierte Toyota zurück, hier fuhr Sebastien Buemi in 3:19.290 die beste Zeit. Auf Rang drei folgte der dritte Toyota, für den Jose Maria Lopez die schnellste Zeit erzielte. Auch nach der Mittagspause gingen die Probleme bei Porsche weiter.

Nachdem man bei der #2 schon in der ersten Session Nase und Unterboden austauschen musste, war man in der Mittagspause zu einem Motorenwechsel wegen eines Öllecks gezwungen. Mit 75 Runden legten Bernhard / Bamber / Hartley / Lieb die wenigsten Runden der fünf Werks-LMP1 zurück. In der LMP2-Klasse konnte der Signatech-Alpine #35 die Spitze behaupten, Nelson Panciatici fuhr in 3:28.146 zur Tagesbestzeit. Dahinter fuhr Jean Eric Vergne den Manor-Oreca #24 auf Platz zwei nach vorne, Dritter wurde Alex Brundle im Oreca #37 von Jackie Chan DC Racing. Auch diesmal belegten Oreca-Fahrzeuge die ersten 13 Plätze.

In der GTE-Pro-Kategorie schnürte Oliver Gavin auf dem Fahrzeug #64 den Bestzeiten-Doppelpack für Corvette, nachdem man am Ende nochmal einen frischen Motor eingebaut hatte. Dahinter reihten sich die beiden Porsche #91 und #92 ein, auf Platz vier folgte die zweite Corvette. Ganz am Ende des GTE-Pro-Feldes reihten sich sämtliche Ferrari und Ford ein. Die Bestzeit bei den Amateuren schnappte sich Pedro Lamy im Aston Martin #98 mit einer 3:58.250.

Testtag zu den 24h Le Mans 2017: Die Top-3 aller Klassen

Klasse P Fahrer Team Zeit Gap
LMP1 1. Conway / Kobayashi / Sarrazin / Lapierre Toyota #7 3:18.132
2. Buemi / Davidson / Nakajima / Kunimoto Toyota #8 3:19.290 1.158
3. Lapierre / Kunimoto / Lopez / Conway Toyota #9 3:21.455 3.323
LMP2 1. Panciatici / Ragues / Negrao Signatech-Alpine #35 3:28.146
2. Graves / Hirschi / Vergne Manor-Oreca #24 3:28.844 0.698
3. Cheng / Gommendy / Brundle DC-Oreca #37 3:29.104 0.958
GTE-Pro 1. Gavin / Milner / Fässler Corvette #64 3:54.701
2. Lietz / Makowiecki / Pilet / Vanthoor Porsche #91 3:54.996 0.295
3. Christensen / Estre / Werner / Vanthoor Porsche #92 3:54.999 0.298
GTE-Am 1. Dalla Lana / Lamy / Lauda Aston Martin #98 3:58.250
2. Rees / Brandela / Philippon Larbre-Corvette #50 3:58.302 0.052
3. Ried / Cairoli / Dienst Dempsey-Porsche #77 3:58.449 0.199

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