24 h von Le Mans - Rebellion bereit zum Abstauben

Durchfahren, punkten, Performance-Boost nutzen

Rebellion Racing spürt den Rückenwind der Regeländerungen, von denen Nick Heidfeld und Anhang profitieren. Doch Le Mans ist tückisch und der R-One brandneu.
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Motorsport-Magazin.com - Das endgültige Protokoll der Einstufungs-Sitzung von ACO, FIA und den LMP1-Teilnehmern muss sich für die Fahrer von Rebellion Racing lesen, als würden Weihnachten, Ostern und der eigene Geburtstag auf einen Tag zusammenfallen. Doch die Änderungen waren nötig, das war nach den Testfahrten deutlich sichtbar. Rebellion lobt daher alle Beteiligten, den Geist des LMP1-Regelements aufrecht zu erhalten. Sicher werden die Rebellen die mächtigen Hybrid-Boliden nicht aus eigener Kraft attackieren können, doch die enorme Lücke sollte spürbar geschlossen werden. Damit ist man bereit, sofort von Problem der Konkurrenz zu profitieren. Wenn das eigene Fahrzeug hält.

Im Vorjahr musste das schweizerische Team bereits erfahren, wie tückisch Le Mans sein kann. Mit fünf Le-Mans-erfahrenen Piloten und einem Rookie geht es diesmal an die Sarthe. Nick Heidfeld, Nicolas Prost und Mathias Beche werden in der Startnummer 12 als Erste versuchen, von eventuellen Problemen bei den Werksteams zu profitieren. Dominik Kraihamer und Andrea Belicchi werden den Le-Mans-Novizen Fabio Leimer in der Startnummer 13 in die Tücken des Rennens einweisen. Mit dem ganz neuen Reglement wird der Zuverlässigkeit eine noch größere Rolle zukommen als in den vergangenen Jahren.

Zwar verzichtet der R-One auf komplizierte Hybrid-Technologie, doch man darf nicht vergessen, dass das Fahrzeug trotzdem noch brandneu ist und erst einen Renneinsatz hinter sich hat. "Wir lernen noch immer über die R-One-Fahrzeuge, aber über die Zeit haben wir einige Kilometer gesammelt", sagte Teammanager Bart Hayden. In der Tat nutzte Rebellion Racing die Wochen seit Spa zu intensiven Testfahrten auf dem Paul Ricard HTTT und beim Testtag in Le Mans.

"Wir sind wesentlich besser vorbereitet als zum Debüt der Fahrzeuge in Spa", führt Hayden aus, und stapelt dennoch tief: "Trotzdem sind unsere Erwartungen moderat. Natürlich werden wir unser Maximum geben in der Hoffnung, eine konkurrenzfähige Position einzunehmen, um von Problemen bei den anderen zu profitieren. Aber unsere eigene Zuverlässigkeit ist noch nicht komplett sichergestellt, deshalb bereiten wir uns auf ein schwieriges Rennen vor. Nichtsdestotrotz sind wir begeistert, Teil der neuen LMP1-Ära zu sein und freuen uns auf eine gute Show." Ziel von Rebellion ist es, ein Fahrzeug in die Top-6 zu bringen.


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