24 h von Le Mans - Splitter vor dem Testtag

Last-Minute-Änderungen, Upgrades und Mehraufwand

Am Sonntag steht der Testtag in Le Mans auf dem Programm. Dabei gibt es Upgrades in der LMP2, eine Änderung in der GTE Am und die Rückkehr eines Champions.
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Motorsport-Magazin.com - Am Sonntag werden zum ersten Mal auf dem 13 Kilometer langen Circuit des 24 Heures die Motoren zum diesjährigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans aufheulen, wenn der Testtag auf dem Programm steht. Gleichzeitig ist das Rennen der Höhepunkt der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2014. Wir haben alles Wissenswerte vor dem Auftakt zum Klassiker zusammengetragen.

Palttala ersetzt Vaxiviere

Nach einem Unfall in der Formel Renault 3.5 in Monaco muss Matthieu Vaxiviere die 24 Stunden von Le Mans auslassen, weil er sich am Rücken verletzt hat. Der Franzose war ursprünglich beim Team Prospeed Competition auf der Startnummer 75 genannt. Seinen Platz im Porsche 911 GT3 RSR (997) in der GTE-Am-Kategorie wird nun Markus Palttala einnehmen. Der 36-Jährige war bereits im Jahre 2010 in der GT3-Europameisterschaft für Prospeed aktiv. Da er aber an diesem Wochenende bei der USCC in Detroit verweilt, muss er beim Testtag passen.

Allan McNish zum Grand Marshal ernannt

So ganz ohne Le Mans geht es für Allan McNish dann doch nicht: Der amtierende Weltmeister wurde vom ACO zum Grand Marshal für die diesjährige Ausgabe berufen, was insbesondere bedeuten wird, dass der Schotte das Pace Car in der Einführungsrunde steuern darf. Der heute 44-Jährige gewann das Rennen insgesamt dreimal (1998, 2008, 2013) und holte neun Podiumsplatzierungen. Ende 2013 hatte er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt gegeben.

Oreca überarbeitet LMP2

Für die diesjährige Auflage der 24 Stunden von Le Mans hat Oreca ein Upgrade-Kit für sein Erfolgsmodell 03 homologiert. Das Fahrzeug heißt nun Oreca 03-R. Es handelt sich um Detailverbesserungen an der Aerodynamik, aber auch einige Optimierungen unter der Karosserie. Durch die Kostendeckelung in der P2-Kategorie halten sich die Änderungen optisch in Grenzen; auffälligstes Merkmal sind die Öffnungen in den Radhäusern oberhalb des Reifens. "Die Modifikationen decken auch Regeländerungen ab, die erst nach der Homologation des Oreca 03 verabschiedet worden sind", erklärte David Floury, der technische Direktor bei Oreca. Dies wird die letzte Ausbaustufe des 03 sein, da das Coupe 05 als Nachfolger bereits in den Startlöchern steht.

Mehr Sicherheit an zwei Stellen

Nach den tragischen Ereignissen in der 2013er-Ausgabe sah sich der ACO zu Änderungen am Sicherheitskonzept der Strecke gezwungen. Die verhängnisvollen Bäume im Bereich Tertre Rouge mussten weichen, außerdem wurden im Bereich der Porsche-Kurven Tecpro Barriers zusätzlich zu den Reifenstapeln aufgestellt. Diese sorgen dafür, dass ein Auto nicht unter den Reifenstapeln hindurch rauscht.

Mammutprogramm für zwei Teams

Terminüberschneidungen zwingen zwei Teams dazu, ihre Kräfte zu splitten: Sebastien Loeb Racing muss neben dem Testtag in Le Mans auch noch einen Einsatz auf der Rennstrecke in Ledenon im Süden Frankreichs absolvieren. Dort stehen Rennen zu französischen GT-Meisterschaft und zum nationalen Porsche Carrera Cup auf dem Programm. Oak Racing ist gar auf zwei Kontinenten aktiv: Beim Testtag gilt es, die neuen Ligier Coupes auf Herz und Nieren zu überprüfen, gleichzeitig fahren Olivier Pla und Gustavo Yacaman in Detroit das USCC-Rennen.


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