24 h von Le Mans - Todesfall: Simonsen verstirbt nach Unfall

Le-Mans-Rennen überschattet

Allan Simonsen ist tot. Der Däne starb nach einem verheerenden Abflug bei den 24 Stunden von Le Mans. Seine Mannschaft wird das Rennen nicht aufgeben.
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Motorsport-Magazin.com - Aston-Martin-Pilot Allan Simonsen ist am Samstagnachmittag verstorben. Dies gab unlängst das Team des Dänen, Young Driver AMR, offiziell bekannt. Simonsen schlug mit seinem Wagen nach nur neun absolvierten Rennminuten bei den 24 Stunden von Le Mans heftig in die Streckenbegrenzungen ein. Mutmaßlich ging dem Abflug ein Fahrfehler voraus. Direkt nach dem Vorfall, und zwar als die Streckenposten ihn aus seinem Auto bargen, war er noch bei Bewusstsein, sogar ansprechbar.

Aston Martin setzt Rennen fort

Im Krankenhaus des Circuit de la Sarthe, der Lieblingsstrecke des 34-Jährigen, erlag er jedoch seinen Verletzungen. Zusammen mit dem VLN-Piloten Wolf Silvester ist dies der zweite Todesfall eines Rennfahrers am heutigen Tag. Aston Martin Racing hat in persona seines Leiters David Richards bestätigt, dass man sich nicht aus dem laufenden Wettbewerb zurückziehen wird. Diese Entscheidung wurde auf ausdrücklichen Wunsch der Familie Simonsens getroffen.

Richards sagte in einer ersten Aussendung: "Unfälle wie diese sind sehr selten, aber wenn sie geschehen, muss man auf Basis verschiedener Faktoren Entscheidungen treffen. In diesem Fall war der Wunsch der Familie vorrangig. Wir haben mit ihnen gesprochen und sie wollten, dass wir das Rennen zu Ende fahren. Das Team ist zutiefst betroffen über den Verlust unseres Fahrers. Wir wollen dennoch unbedingt gewinnen, denn wir fahren nun, um für Allan zu gewinnen."

Allan Simonsens tödlicher Abflug: (1:00 Min.)

Simonsen war ein begnadeter Rennfahrer. "Der ist in jedem Wagen schnell." Kaum ein Satz traf mehr auf den 1978 in Odense geborenen Allan Simonsen zu, für den über 25 Rennwochenenden im Jahr keine Seltenheit waren. Dabei pendelte er zwischen den beliebten australischen V8-Supercars und der bunten, großen internationalen Gran-Turismo-Szene.

Der Titel in der dänischen Formel-Ford-1600-Meisterschaft im Jahr 1999 und die australische GT-Meisterschaft 2007 spiegeln bei Weitem nicht wieder, zu was Simonsen am Steuer in der Lage war. Als das Geld für eine Karriere im Monoposto-Bereich ausging, verlegte er seinen Schwerpunkt nach Australien und wurde einer der besten GT-Fahrer der letzten Jahre.

Allan hinterlässt Ehefrau Corina sowie seine 2012 geborene Tochter Mie-Mai. Der Le-Mans-Veranstalter Automobile Club de l´Ouest sowie die gesamte Motorsport-Magazin-Redaktion bekunden allen Angehörigen und Trauernden herzliches Beileid.


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