24 h von Le Mans - Vorschau: Die GTE-Klasse in Le Mans

Aston Martin will Corvette, Porsche und Ferrari ärgern

Nicht nur das Duell um den Gesamtsieg könnte in der 80. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans faszinieren, auch die GT-Klassen versprechen immer spannende Rennen.
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Motorsport-Magazin.com - Wenn in einer Woche die Pole zum 80. 24-Stunden-Rennen von Le Mans feststeht, werden die Spekulationen um das Rennergebnis erst so richtig Fahrt aufnehmen. Während die meisten Beobachter auf Audi und Toyota blicken, sollte aber auch das Rückgrat des Langstreckensports nicht vergessen werden. Die GT-Klassen konnten bisher sowohl in der WEC als auch in der ALMS schon oft spannende Rennen abliefern und auch an der Sarthe fiel die Entscheidung um den Klassensieg schon in der Schlussphase des Rennens.

Obwohl sich in diesem Jahr der Werkseinsatz des BMW M3 auf die American Le Mans Series beschränkt und in Europa der Z4 GT3 die Lorbeeren auf der Langstrecke ernten soll, kann das Feld der GTE trotzdem noch mit vier Modellen aufwarten. Corvette schickt zwei C6-ZR1 über den großen Teich und will den Triumph des Vorjahres wiederholen. In der Flunder aus Michigan sitzen zum Einen Oliver Gavin, Tommy Milner und Richard Westbrook, zum Anderen Jan Magnussen, Antonio Garcia und Jordan Taylor. Gavin holte beim traditionellen Vortest am vergangenen Sonntag mit 3:58.971 Minuten die zweitschnellste Zeit in Le Mans und wurde nur vom Luxury-Ferrari geschlagen.

Ferrari und Corvette beim Test ganz vorne

Im F458 Italia drehte der pfeilschnelle GT-Spezialist Frédéric Makowiecki am Lenkrad, der nur 3:58.869 Minuten für den Circuit de la Sarthe benötigte. An der Seite des Franzosen starten mit Jaime Melo und Dominik Farnbacher zwei ebenso schnelle Piloten für Luxury, bei AF Corse werden zwei F458 für die GTE-Pro vorbereitet. Giancarlo Fisichella, Gianmaria Bruni und Toni Vilander sind auf der "51" gemeldet, Andrea Bertolini, Olivier Beretta und Marco Cioci auf dem Schwesterwagen. Der vierte Ferrari in der Profiwertung wird von JMW Motorsport aus Großbritannien eingesetzt.

Felbermayr ist immer für ein starkes Ergebnis gut - Foto: FIA WEC

In Le Mans nicht fehlen dürfen die RSR-Versionen des Porsche 911. Bei der 80. Ausgabe des bedeutendsten Autorennens schickt Felbermayr-Proton Richard Lietz, Marc Lieb und Wolf Henzler auf die Hatz zweimal rund um die Uhr, Flying Lizard aus der ALMS vertraut auf Jörg Bergmeister, Patrick Long und Marco Holzer. Beim Test musste Porsche aber die Konkurrenz noch um einige Zehntelsekunden ziehen lassen.

Aston Martin mischt die GTE auf

Sowohl beim Testtag als auch beim zweiten WEC-Lauf in Spa konnte Aston Martin mit dem neuen Vantage GTE überzeugen. Der schnellste Pilot beim Vortest war mit einer Zeit von 4:00.128 Minuten Stefan Mücke. An der Seite des Berliners sitzen mit Darren Turner und Adrian Fernandez zwei langjährige Weggefährten des ehemaligen DTM-Piloten.

Noch mehr GTs sind in der Amateurklasse gemeldet. Zwar starten hier auch zwei Corvette (Larbre) und ein Aston Martin Vantage, die Riege der Ferrari- und Porsche-Boliden liest sich hier aber noch länger als in der GTE-Pro. Zu den Teams Felbermayr und Flying Lizard, die auch in der GTE-Am auf das Erfolgsmodell aus Weissach vertrauen, kommen sowohl Prospeed als auch IMSA-Performance und JWA-Avila, auf der anderen Seite stehen fünf Ferrari F458 in der Meldeliste. AF Corse hat zwei Autos gemeldet, JMB, Luxury und Krohn je einen F458.

Larbre fuhr mit der GTE-Am-Corvette beim Test auf P4 - Foto: Eduard Einberger

Schnellster GTE-Am beim Testtag war allerdings der Aston Martin, der sich die viertbeste Zeit aller GTs sichern konnte (3:59.938 Min.) und schneller war als Mückes Bolide aus der Profiwertung, Larbre war mit der Corvette von Pedro Lamy. Wer zu den Favoriten in den Prototypenklassen zählt, lesen sie natürlich wieder bei Motorsport-Magazin.com.


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