24 h von Le Mans - Vortest: Audi am Nachmittag wieder vorne

Nur zwei Zehntel langsamer als die Vorjahrespole

Während die Privatteams an der 3:35-Minuten-Mauer kratzen mussten, konnten Audi und Toyota fleißig Testkilometer und schnelle Runden sammeln.
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Motorsport-Magazin.com - Alle sechs Prototypen von Audi und Toyota drehten am Nachmittag des traditionellen Vortests mehr als 30 Runden, das Auto von Bonanomi, Gené und Jarvis sogar 46. Die Bestzeit des R18 e-tron quattro von McNish, Capello und Kristensen war nur zwei Zehntel langsamer als die Pole des Vorjahres.

Die Toyota TS030 sammelten reichlich Kilometer - Foto: Toyota

Die beiden Kontrahenten ließen auch in der Trainingssitzung am Nachmittag nichts unversucht und schickten ihre Prototypen schon nach wenigen Minuten auf die Strecke. Die Hybride von Audi und Toyota konnten nahtlos an die Vorstellung vom Vormittag anknüpfen und rasch Zeiten um 3:30.600 Minuten erzielen. Kaum hatte sich Nicolas Lapierre mit Tom Kristensen im Schlepptau an die Spitze des Zeitentableaus gesetzt, begann heftiger Regen den Fahrbetrieb zu beeinträchtigen.

Als der Circuit de la Sarthe im Laufe des Tests immer trockener geworden war, startete Audi wieder eine regelrechte Zeitenjagd. Sowohl Loic Duval im R18 ultra (3:26.5 Min.) als auch der Hybrid-R18 e-tron quattro mit André Lotterer konnten Lapierres Zeit unterbieten. Der Franzose rangierte mit 3:27.774 Minuten vor Allan McNish, Oliver Jarvis und dem zweiten Toyota TS030 auf dem dritten Rang. Lotterer verbesserte sich nach zwei Stunden Training mit 3:26.468 Minuten an die Spitze, McNish war kurz darauf nochmals eine halbe Sekunde schneller.

Eine Stunde vor dem Ende der vierstündigen Session schlug McNish mit dem Hybrid-Audi allerdings in der Tertre Rouge in die Reifen ein und entledigte sich so von seinem Heckflügel. Für den Schotten war der Test damit beendet. Die Bestzeit war dem Auto allerdings nicht mehr zu nehmen, ebenso wenig Rang zwei und drei der Teamkollegen. Die Plätze vier und fünf gingen an Toyota, gefolgt vom zweiten R18 ultra mit Bonanomi.

Der Dome von Pescarolo schaffte es nicht in die Top-10 - Foto: FIA WEC

Hinter den sechs Werks-LMP1 schaffte es am Nachmittag Rebellion als schnellstes Privatteam auf P7. Das Lola-Coupé von Belicchi, Primat und Bleekemolen distanzierte den Strakka-HPD und das Schwesterauto von Jani, Heidfeld und Prost. JRM folgte auf P10 vor den beiden Autos von Henri Pescarolo und dem ersten LMP2.

Oak heißen wie schon im ersten Teil des Tests die Sieger dieser Klasse. Der Morgan-Judd des Teams von Jacques Nicolet schaffte fast die selbe Zeit wie am Vormittag und distanzierte den HPD von Level 5 (3:41.5 Min.) um drei Zehntel. Dritte wurden Jota, vor dem zweiten Oak-LMP2 und Greaves. Die "kleinen" Prototypen stellten mit über 20 Boliden das größte Feld des Tests, hatten aber auch mit Schwierigkeiten zu kämpfen.

Der Oreca-Judd von Race Performance wurde bereits früh aus dem Vortest zurückgezogen, weil das Auto bei einem Unfall erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden war. Ein Ausrutscher des Starworks-HPD fünf Minuten vor dem Ende sorgte sogar für den Abbruch des Testtages.

Corvette präsentiert sich stark

Relativ viele Zwischenfälle gab es auch in der GTE-Klasse. Die Werks-Corvette von Jan Magnussen, Jordan Taylor Antonio Garcia wurde durch einen Ausrutscher beschädigt, der Ferrari von AF Corse schlug mit Gianmaria Bruni am Steuer derart in die Barrieren ein, dass zehn Minuten rote Flaggen geschwenkt wurden.

Am DeltaWing scheiden sich die Geister - Foto: Nissan

Die Bestzeit in der GTE-Pro-Wertung ging an die Corvette von Oliver Gavin und Tommy Milner, Frédéric Makowiecki schnappte sich nach P1 am Vormittag den zweiten Platz. Rang drei ging an Bruni, Fisichella und Vilander, vor der verunfallten Corvette und den Porsche von Flying Lizard und Felbermayr.

In der Amateurwertung reichte es für die Flunder aus Michigan hinter dem Aston Martin von Nygaard, Poulsen und Simonsen zu Platz zwei, vor drei Porsche und der zweiten Corvette von Larbre.

Der AF-Corse-Ferrari der GTE-Am wurde zwischenzeitlich für eine Übung der Rennleitung gestoppt. Sowohl Medical- als Safety-Car wurden auf die Strecke geschickt und der Ernstfall simuliert. Der DeltaWing schaffte am Nachmittag eine Zeit unter 3:50 Minuten und reihte sich am Ende der LMP2-Klasse ein.


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